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AH Wanderfahrt 2002
auf der Weser



Neuwied, 02.06.2002


Zwanzig "Alte Herren" hatten sich zur 18. AH Tour 2002 gemeldet. Das bewährte Organisationsteam Albert Langert - Wolfgang Geiß hatte auch diesmal alles im Griff. Bootswart Herbert Scheid entschied 2 Vierer und 2 Dreier jeweils mit Steuermann werden verladen. Das ergibt 18 Bootsplätze. 2 Teilnehmer übernehmen den Landdienst.


Der erste Tag, es war der 30. Mai, ging die Welt noch nicht unter, aber wir hatten ein kleines Problem, als vor der Abfahrt 2 Abmeldungen die Crew reduzierten. Das tat aber der Stimmung keinen Abbruch, und wir gingen nach einem guten Frühstück im "Hotel am Kurpark" Karlshafen, unserem Standquartier, bei Sonnenschein in Reinhardshagen in die Boote.

Obwohl die meisten von uns die Weser schon mehrmals befahren hatten, ist es immer wieder eine Reise wert. Wenn man dem Handbuch für das Wanderrudern folgen wollte, müsste man einen mehrwöchentlichen Urlaub einplanen. Bewaldete Höhenrücken, unterbrochen von schroffen Felswänden, gewundene Flußläufe und stille Dörfer bleiben dem Wanderruderer in unvergesslicher Erinnerung.

Zwischen Hann-Münden und Hameln gibt es keine Schleusen und entsprechend groß ist die Fließgeschwindigkeit. Auf der ersten Etappe sind die Boote voll besetzt, da der Landdienst mitrudert. Nach weniger als 2 Stunden sind wir schon in Lippoldsberg, wo wir im Biergarten, des Gasthauses zum Anker, die Mittagspause einlegen.
Da die Zeche aus der Fahrtenkasse bezahlt wird, sparen wir Zeit und gönnen uns noch ein erholsames Mittagsschläfchen am Weserufer.
Bad Karlshafen erreichen wir in knapp zwei Stunden und holen die Boote am Steg des Campingplatzes heraus. Diese Stege entdeckten wir in gewissen Abständen immer wieder und sollten in allen Ländern zur Nachahmung empfohlen werden.
Joh. Wilhelm bringt die Fahrer nach Reinhardshagen, um die Fahrzeuge und den Transportwagen zu holen.
Pünktlich zum Abendessen kommt auch Albert von einer Dienstreise zu uns, womit die Crew vollzählig ist. Bei gutem Wein zum Spargel ließen wir den Abend ausklingen.


Der zweite Tag, am 31.05. folgten wir haargenau den Anweisungen der Fahrtenleitung: 9:45 an die Boote (aber ganz langsam!) Das fiel uns auch nicht schwer.
Die Obleute Werner Eickhoff in der Königsberg, Jochen Rauwolf in der Raiffeisen, Herbert Scheid in der Lahn und Rolf Petry in der Moldau sammelten ihre Mannschaften und gegen ½ 11 schwammen alle Boote, allerdings mit dem Handicap, daß die Vierer unterbesetzt fahren mussten, denn zwei Mann mussten den Landdienst übernehmen. Das war auch wichtig, weil in Boffzen, bei Km 65,7 zur Mittagszeit ein Picknick vorgesehen war.

Beim Herausnehmen der Boote versank Werner bis zu den Knien im Morast, weil einige sich schon gierig auf das Buffet stürzten, statt mit anzupacken. Er schimpfte zu recht wie ein Rohrspatz. Aber beim Schmaus der Leckereien war aller Ärger wieder vergangen. Hier eine kleine, gutgemeinte Anmerkung des Autors: 2 Km weiter befindet sich in Höxter eine wunderbare Pritsche, wo man bequem die Boote hätte herausnehmen können.

Die restlichen 15 Km schafften wir locker bis Holzminden, wo der Landdienst uns schon erwartete. Laut einer Umfrage waren alle zufrieden, zumal das Wetter mitspielte. Besonders Wolfgang Böhm der als Neuling die erste Wanderfahrt seines Lebens machte.

Erwähnenswert ist, daß wir in Uli Vielmut, einen Profi Kameramann dabei haben, der alles im Film festhält. Auf das Ergebnis darf man gespannt sein. Walter Messerschmitt und Franklin Fleischhauer sind wie immer die eifrigen Fotografen und sorgen für manchen gelungenen Schnappschuss.

Lobenswert finde ich, daß sich Schorsch Jungblut, Walter Schmitt, Hans Faber und Walter Rohde für die nächste Wanderfahrt auf der Mosel 2 Wochen später auch angemeldet haben. Sollten sie vielleicht die Absicht haben das DRV Fahrtenabzeichen zu erwerben? Schön wärs.
Sitzprobleme hatte nur Wenige, aber die versprachen in Zukunft öfter aufs Wasser zu gehen, nicht wahr Charly und Müffi? Jochen Wolter dagegen, als alter Rennruderer hat damit keine Probleme. Er beschwerte sich nur, daß der Rollsitz auf Nr. 1 in der Moldau rumpelte. Der Schaden ist aber inzwischen behoben.

Auf der Rückfahrt zum Hotel legen wir in Fürstenberg in einem Biergarten, mit herrlichem Blick auf das Wesertal eine Trinkpause ein. Da die Etappenziele schneller als vorausgesehen erreicht wurden, beschließen wir Abends im Hotel, die beiden nächsten Etappen zusammenzulegen, damit wir den letzten Tag zu einer Besichtigung des Klosters Corvey benutzen können. Das schaffen wir auch mühelos.

Beim Ruderverein Weser in Hameln sind die Boote schnell abgeriggert und verladen, da alle tatkräftig anpacken. Wolfgang Geiß hat im benachbarten Angelverein eine prima Gaststätte ausfindig gemacht, wo wir ein preiswertes Essen bekommen. Bei dieser Gelegenheit trinken wir ein frisches Weizenbier, das uns der zu Hause gebliebene kranke Helmut Börder spendierte. Die Dankesworte und das Hipp Hipp Hurra konnte er dank Handy mithören.
Wir dachten auch an Günter Steinbrecher, der wegen seiner verunglückten Frau an der Fahrt nicht teilnehmen konnte.

Am Sonntag ging die Heimfahrt nach einer interessanten Führung im Kloster Corvey zunächst mit einer Umleitung, wegen einer Weser - Total für Fahrräder Veranstaltung und den obligatorischen Staus auf der Autobahn mit einem Absacker Bier im Bootshaus bei Jürgen Velten zu Ende.

Alle wollen im kommenden Jahr wieder dabei sein.




Bericht: Rolf Petry



Internet-Links zur Wanderfahrt:
 
Hotel am Kurpark Bad Karlshafen
Reinhardshagen
Lippoldsberg
Holzminden
Kloster Corvey
Ruderverein Weser Hameln




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