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24. AH-Wanderfahrt 2008
auf dem Rhein von Speyer nach Neuwied



 

Obwohl die NRG fast täglich auf dem Rhein rudert, war dies die erste AH Wanderfahrt auf dem Rhein. Aber wir hatten uns vorgenommen im 125jährigen Jubiläumsjahr besonders viele Kilometer zu schaffen.

Die Organisation lag diesmal ausschließlich in den Händen von Walter Messerschmidt. Wie Walter aber versicherte, ohne Almut, seiner Frau, hätte er es allein nie geschafft. In 4 Tagen von Speyer bis Neuwied sind für Vielruderer kein Problem. Allerdings für diejenigen, die nur ein mal im Jahr bei der AH Tour aufs Wasser gehen, gab es kleine Blessuren. Es beteiligten sich wieder einige Neulinge und für manchen erfahrenen Ruderer bedeutete es auch Neuwasser. 



Mit 5 Booten auf dem Hänger, den Jochen Rauwolf zog, und 23 Ruderer im Alter zwischen 83 und 18 Jahren im Bus der Fa. Waldorf starteten wir am 22.05. um 6 Uhr zunächst nach Oppenheim, wo wir in unserem ersten Hotel ein ausgezeichnetes Frühstück bekamen. In Speyer erwartete uns schon Klaus Oeder, der erste Vorsitzende, mit einer Bootsflagge. Der Ruderverein feiert genau wie die NRG in diesem Jahr sein 125jähriges Jubiläum.




Nachdem alle Boote auf dem Wasser waren bedankten wir uns bei Jochen Rauwolf, der die Fahrt nur als Bootstransporteur mit machen konnte, mit einem 3fachen Hipp Hipp Hurrah. Die 24 Km bis zum Mannheimer RC schafften wir in 2 Stunden. Alle Boot konnten auf der sehr breiten Pritsche lagern, während wir im nahen „Gasthaus am Fluß“ bei kühlen Getränken unser Mittagsmahl einnahmen.




Die 5 Obleute Herbert, Kalle, Jürgen Walter III und Rolf brachten anschließend ihre Boote gut durch die Wellen der „Hutschachtel“ (so genannt wegen der steilen Spundwände zu beiden Uferseiten) von Mannheim. Die Industrielandschaft von Ludwigshafen bot einen wenig schönen Anblick. Ansonsten säumte der begradigte Rhein Pappeln, die ab und zu von den Rheinauen des ehemaligen Flußbettes unterbrochen wurden. Entgegen meiner Befürchtung gab es beim Anlegen in Worms keine Probleme. In großen Abständen landeten die Boote nacheinander und da alle kräftig mit anpackten, inklusive Jupp, unserem Busfahrer,  lagerten alle Boot innerhalb einer halben Stunde auf dem Bootshausgelände.

Für mich gab es hier eine neue Erfahrung, mit der ich zunächst nicht umgehen konnte. Alle waren bestrebt, mich von schwerer Arbeit fernzuhalten. Selbst mein Gepäck nahm man mir aus der Hand. Ich fügte mich aber langsam dieser für mich neuen Situation und war im stillen dankbar.

Vor dem Abendessen stand ein Kulturbeitrag auf dem Programm mit dem Besuch der Katakomben von Oppenheim. Hierbei mußte jeder einen Helm aufsetzen, wegen der geringen Höhe an verschiedenen Stellen. Das sah sehr lustig aus, denn viele waren kaum wieder zu erkennen. Im Hotel angekommen verzögerte sich das Abendessen, wegen einer Weinprobe, an der wir als Gäste noch teilnahmen. Mit knurrendem Magen nahmen wir gegen ½ 10 an einer langen Tafel platz. Das ausgezeichnete Menü versöhnte uns aber wieder, das mit einem Thunfisch seinen Höhepunkt hatte. Erwähnenswert ist auch das jeweilige Frühstücksbüffet, an dem aber auch nichts fehlte. 

Auf der 2. Etappe von Worms nach Mainz legten wir im Hafen von Oppenheim zur Mittagsrast an. Hier brachte uns unser Hotelkoch eine leckere Zwischenmalzeit und Getränke. Daß wir in Mainz nicht genau wußten bei welchem Verein wir anlegen sollten, lag an der Verwechslung von Verein und Kilometrierung. Es erwies sich aber im Nachhinein als Vorteil, weil die Tagesetappe dadurch nicht zu groß war.

Der Begleitbus war für uns natürlich eine große Erleichterung, denn es brauchte kein zusätzliches Fahrzeug  bewegt werden und der Transfer zwischen Hotel und den Booten verlief ohne Anstrengung. Am letzten Abend im Hotel saßen wir bei gegrillten Steaks zu einer kleinen Abschiedsfeier, wobei  der eine oder andere mit lustigen Beiträgen für Stimmung sorgte. 

 

Die Teilnehmer hier nach der Ankunft in St. Goar.

Auf der 3. Etappe von Mainz nach St. Goar legten wir in Bingen zur Mittagsrast an. Hier hatten wir viele Zuschauer, denn das Bootshaus liegt im Bereich der Landesgartenschau. Als Gäste der Binger Rudergesellschaft brauchten wir aber keinen Eintritt zu zahlen. Im nahen Restaurant aßen wir zu Mittag. Auf der 2. Hälfte der Tagesetappe mußten wir das Binger Loch und die Loreley passieren. Erst nachdem alle Boote auf dem Wasser waren setzten wir uns nacheinander in Bewegung. Jeder hatte eine Schwimmweste an. Die Landschaft zählt zu der schönsten auf der ganzen Rheinstrecke und wir erreichten St. Goar ohne Zwischenfälle nach gut 2 Stunden. Jupp, der Busfahrer stand schon auf der Pritsche und half die Boote herauszunehmen.                                                           

 

 Lukas, mit 18 der Jüngste und Rolf mit 83 der Älteste.

Das Hotel „Reinfels“ war eine gute Adresse und lag in unmittelbarer Nähe. Der Pächter, ein Inder, verwöhnte uns am Abend mit wohlschmeckenden indischen Gerichten. Die letzte Etappe bis Neuwied bedeutete für uns  ein Heimspiel. Peter Thomas verließ uns wegen dringender anderer Termine und für ihn sprang Ralf Mohr ein, der damit seine erste Wanderfahrt machte. Nach einem Zwischenstopp in Lahnstein erreichten wir am frühen Nachmittag Neuwied. Nachdem alle Boote sauber in der Halle lagen, trafen wir uns zu einer improvisierten Abschiedsfeier und einem Abendessen bei Jürgen Velten mit unseren Frauen.                                         

Lukas war übrigens mit einer Sonderaufgabe beschäftigt worden. Er wurde als Flaggenwart verpflichtet und löste diese Aufgabe zu aller Zufriedenheit. Er sammelte am jeweiligen Etappenziel alle Flaggen ein und verteilte sie vor den Abfahrten wieder an die Obleute. Bei der Abschiedsfeier im Bootshaus wurde er zum Alten Herrn ehrenhalber ernannt und ist damit der jüngste AH aller Zeiten.

           

Die Teilnehmer:

Moldau:
Jürgen Klodewig
Dieter Kirchner
Walter Messerschmidt
Peter Thomas
Ralf Mohr

Neuwied:
Herbert Scheid
Franklin Fleischhauer
Peter Korch
Wolfgang Böhm
Rudi Rosbach
Heddesdorf:
Kalle Müller
Wolfgang Schäfer
Josef Dekowski
Lukas Dekowski
Günter Ballmann
Zugvogel:
Rolf Petry
Schorsch Jungblut 
Peter Daberkow
Raimund Bielefeld
Darius Sczceponik
Lahn:
Walter Rohde
Günter Steinbrecher
Jochen Wolter
Uli Vielmut    
Bootstransporteur:
Jochen Rauwolf

Bus:
Jupp. Fa. Waldorf


                                                      

Bericht: Rolf Petry

Fotos: Walter Messerschmidt.





Historie:
 
23. AH Wanderfahrt 2007 auf der Maas
20. AH Wanderfahrt 2004 Masuren
19. AH Wanderfahrt 2003 auf der Mosel
18. AH Wanderfahrt 2002 auf der Weser
16. AH Wanderfahrt 2000 auf der Saale



 


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