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Jahreshauptversammlung 2012
Es geht auch ohne Pächter



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Statt großer Saal: Einundvierzig Mitglieder versammelten sich diesmal eng und gemütlich im Gastraum.

 

Neuwied, Freitag, 30. März 2012

Zur Jahreshauptversammlung 2012 hatte der NRG Vorstand alle Mitglieder satzungskonform eingeladen. Da das Bootshaus derzeit unbewirtschaftet ist, mussten sich die Mitglieder bei den Getränken mit Selbstbedienung einbringen, was auch hervorragend ohne Starallüren geklappt hat.

Vorsitzender Ulrich Schmitt moderierte geschickt mit einigen humoristischen Anmerkungen durch die teilweise trockene Verwaltungsmaterie des Abends. Da durfte von Zeit zu Zeit auch mal gelacht werden, was wichtig ist, wenn sich die Diskussion situativ an haushaltstechnischen Zahlen- und Verbuchungsdiskussionen festzufahren drohte.

Die spannendste Frage des Abends konnte der Vorstand leider noch nicht konkret beantworten: Wann kommt ein neuer Pächter?
"Wir stehen in sehr ernsthaften und konstruktiven Gesprächen mit einem geeigneten Gastronom" wurde der Stand der Dinge konstatiert. "Bis Ostern wollen wir die vertraglichen Dinge geregelt haben".

Der Haushalt 2012/13 wurde deshalb unter "Worst-Case-Szenarien" (ohne Pachteinnahmen) aufgestellt und schließt mit einem signifikanten Negativergebnis ab. "Da ist aber noch viel Luft drin" beruhigte der Schatzmeister die anwesenden Mitglieder. Er hat ausgerechnet, dass die NRG ein ganzes Jahr lang ohne Pachteinnahmen auskommen könnte, bevor es ans "Eingemachte" gehen würde. Dem Sportbetrieb und der Erhaltung der Immobilie soll jedoch wegen der aktuellen Pächtersituation nicht die Luft abgeschnitten werden. Deshalb bleiben diese Etats konstant.

Das Thema Beitragserhöhung wurde dennoch vorsorglich von der Versammlung in den Ring geworfen. Einige Stimmen verwiesen auf die längst fällige Anpassung an die in den vergangenen Jahren gestiegenen Kosten. Die letzten Beitragsanpassungen fanden in den Jahren 2003, 2007 und 2009 statt. Es gab aber auch Einwendungen, dass man sozial verträglich mit diesem Thema umgehen müsse. Nicht jedes Mitglied bzw. Familie in unserer Gesellschaft ist gut betucht. Vorerst wird das Thema auf 2013 vertagt.

Die Berichte einzelner Ressortleiter standen natürlich besonders im Fokus des Abends. Der Schriftführer hatte in gewohnt hervorragend informativer Weise seinen Bericht dem Einladungsschreiben beigelegt. Dem gab es nichts mehr hinzuzufügen.

Auch der Bericht der Ruderabteilung lag bereits dem Einladungsschreiben bei. Der Chef der Ruderer, Walter Rohde, brachte deshalb nur noch einige ergänzende Anmerkungen hierzu ein und hob ausdrücklich noch einmal die tolle Leistung von Renate Margraff hervor, die im Jahr 2011 den Äquatorpreis des Deutschen Ruderverbands erhalten hatte.

Hockeychef Adriano Steyer schilderte die prekäre Lage der Abteilung, deren Spielbetrieb derzeit nur noch aus einer Kindermannschaft besteht, die dankenswerterweise von Lukas Fischer und Caroline Konsek betreut wird.
Sowohl das gute alte Krückstock-Team, als auch die Mixed-Erwachsenen-Mannschaft haben den Trainings- und Spielbetrieb eingestellt. Maßgebliche NRG Spieler haben sich in Koblenz angesiedelt. Die stv. Abteilungsleiterin Tanja Bencheikh ist Mitte 2011 zurückgetreten. Das Amt ist seither vakant. Zum Sommertraining auf dem Rasen des Raiffeisenstadions ist kaum jemand erschienen. Der Trainingsbetrieb dort wurde deshalb auch wieder aufgegeben.

"Es ist fünf Minuten vor Zwölf" beschreibt der mittlerweile in Köln wohnende Adriano Steyer die fast schon hoffnungslose Lage. Da nützt es auch nicht viel, dass sich in Feldkirchen vielleicht in den nächsten Jahren möglicherweise eine neue Chance für eine Kunstrasenressource für den Hockeysport eröffnen könnte, wenn es der NRG gelänge, sich dort aktiv in die Nutzung einzubringen.
"Uns fehlt es einfach an Personal und Spielern" beschreibt der Abteilungsleiter die Situation. "Was nutzt uns ein Kunstrasen, wenn keine Spieler da sind?".
Um das Erbe von Ernst Pobloth zu retten, wollen Uli Schmitt und Adriano Steyer nun eine Aktivenversammlung der Hockeyabteilung einberufen.

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Take it easy. Auch für Ehrenmitglied und Rechnungsprüferin Gisela Schmitt war es kein Thema, sich das Getränk an der Theke selbst abzuholen. Es geht eben zur Not auch mal ohne Bedienung.

Schatzmeister Franklin Fleischhauer erläuterte anhand einer Tischvorlage souverän die Finanzergebnisse des abgelaufenen Haushaltsjahres und die Planungen für 2012/13.
Der von Gisela Schmitt verlesene Bericht der Rechnungsprüfer bescheinigte einen verantwortlichen Umgang mit dem Vermögen der Gesellschaft und beantragte Entlastung des gesamten Vorstands, die einstimmig erteilt wurde.

Erfreuliches gibt es auch von Rolf Petry aus der Werkstatt zu berichten. Dieser hatte im Spätsommer 2011 die Leitung vom zurückgetretenen Bootswartes Herbert Scheid übernommen. "Seitdem hat sich dort viel getan" berichtete der neue Werkstatt-Chef, der mit seinen Mannen der Werkstattrunde in kürzester Zeit einen schier unglaublichen Marathon an Arbeiten und Verbesserungen in den Hallen, an den Booten sowie den Anhängern geleistet hat.

Hauswart Joachim Laser verweis auf die im abgelaufenen Jahr geleisteten Anstreicharbeiten an der Fassade, die zu rund 80 Prozent abgeschlossen sind und in Kürze vollendet werden sollen. Auch eine Illumination am First mit den Buchstaben "NRG" soll angebracht werden. Neben einer vollständigen Sanierung der Damentoilette für rund 3.000 Euro stehen auch eine Renovierung der Dachwohnung (rund 10.000 Euro - aus laufenden Pachteinnahmen), die Erneuerung der Fenster zur Hofterrasse (rund 3.000 Euro) und zahlreiche Restarbeiten in den Gasträumen auf der Agenda für 2012. Hierfür wurden bereits im Haushalt Mittel eingestellt. Insgesamt investiert die NRG weiterhin kräftig in ihr Hobby, die Gastronomie.

Im Anschluß konnte Ralf Schaefer den Einbau der neuen elektronischen Schließanlage ankündigen, die ab Ostern in Betrieb gehen soll. Die aus dem Überschuß der Bootshausfete 2010 finanzierte Investition soll zu einer Belebung der Immobilie und Weiterentwicklung des Vereins beitragen. Künftig wird das Thema Zutritt völlig neu geregelt werden und alle Mitglieder (ab 16 Jahren) haben endlich das Recht, Zutritt zum Bootshaus zu erhalten. Bislang war das Schließrecht nur einer kleinen Gruppe Privilegierter vorenthalten.

Wenig konkretes gab es leider zum Thema "Frühjahrsreinigung" und Jahresplanung 2012 zu berichten. Die NRG fährt hier fast schon traditionell "auf Sicht". Franz Beckenbauer würde sagen: "Schau'n mer moal!"


Fazit:
Die NRG geht mit teilweise positiven Aussichten aber auch mit einigen nachdenklichen Aspekten ins olympische Jahr 2012. Die Situation des Vereins scheint derzeit solide zu sein, gibt jedoch keinen Anlaß zur Euphorie. Man kann sagen, die NRG kämpft mit den typischen Problemen, mit denen sich Sportvereine heutzutage beschäftigen.
Die problematische Situation der Hockeyabteilung, die Entwicklung der Jugendarbeit, die Herausforderungen des Gebäudemanagements in Form des anstehenden umfangreichen Renovierungsprogramms samt dem notwendigen Quentchen Glück bei der Neuverpachtung der Immobilie sowie die auf der Versammlung geäußerten Ankündigungen nahezu sämtlicher Vorstandsmitglieder, bei der nächsten Wahl in 1-2 Jahren nicht mehr erneut kandidieren zu wollen, lassen aufmerksame Beobachter aufhorchen.
Mehr denn je scheinen verantwortungsvolle und umsichtige "Macher" gefragt zu sein.




-Ralf Schaefer -


Downloads:
   
Bericht der Schriftführung für 2011
Mitgliederentwicklung 01.01.2012
Bericht der Ruderabteilung für 2011
Bericht der Hockeyabteilung für 2011
Bericht des Bootswartes für 2011




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