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Von Steti bis nach Dresden
Die 29. AH-Wanderfahrt fand auf der Elbe statt



 

Steti, Litomerice, Usti, Decin, Rathen, Dresden, 28.05.- 02.06.2013


Auf der Labe bzw. Elbe von Steti über Litomerice, Usti, Decin und Rathen bis Dresden - 152,1 Flusskilometer.

Am Dienstag den 28.05.2013 machten sich um 6 Uhr früh, nach intensiver Vorbereitung und unter fachkundiger Leitung von Joachim Rauwolf, 18 ruderwillige Kameraden der Neuwieder Ruder-Gesellschaft auf, um die Elbe kennenzulernen oder Erinnerungen aufzufrischen. Es war die neunundzwanzigste „Altherren Tour“, in ununterbrochener Reihenfolge, terminiert immer auf Fronleichnam.
Die alten Herren leisteten sich einen modernen Reisebus und hatten mit Thomas Gebenrot einen versierten Fahrer, der auch bei mangelnder Höhe von Eisenbahnunterführungen nicht die Ruhe verlor. Der Tourchef hatte zuvor eingekauft und Wasser, Apfelsaftschorle sowie Wein gebunkert. Nicht nur das tägliche 11 Uhr Loch sollte mit Wein überbrückt werden, vielmehr war es Tradition, den Schleusenwärtern mit einer Flasche Wein, aus unserer Region, zu danken. Ruderschwester Christine hatte großzügigerweise uns Ihren Wagen überlassen und Jürgen Kloos übernahm mit Volker Schullenberg den Bootstransport. Die Boote trugen die Namen Neuwied, Zugvogel, Lahn und Rückenwind.

In der alten Klostermühle von Lich , ein altes Zisterzienser Kloster, erwartete uns nach 2 Stunden Fahrt ein reichhaltiges Frühstücksbüffet. Dann ging es weiter über die Autobahn nach Dresden. Hier wurde die Pause ausgefüllt mit einer Besichtigung der „ Gläsernen Manufaktur“ Nicht nur für Autofans eine Besonderheit. Dann ging es weiter zum Stammquartier, dem Berghotel auf die Bastei der sächsischen Schweiz. Da die Zeit bereits fortgeschritten war, gingen wir gleich zur Gaumenpflege ins Restaurant und dann erst auf die Zimmer zur Körperpflege.


Am 29. Mai fuhren wir mit den Booten in einem weiten Bogen nach Tschechien. Jeder hatte zuvor ein Lunch Paket erhalten, weil die Gastronomie in Ufernähe der Labe, noch entwicklungsfähig ist. Gleich am ersten Tag passierten wir drei Schleusen und Walter Schmitt war auserkoren unser Dankeschön an die Schleusenwärter zu überreichen.
Tagesziel war Litomerice, 29,2 Ruderkilometer, zum eingewöhnen. Tagesabschluss mit gemeinsamen Abendessen im Panoramarestaurant auf der Bastei, bei Regen und aufkommender Nebel im Tal aus dem Tal.


Am 30.05. Pause am Ruderclub Ustin, www.motorest-nucnice.cz, Essen fassen, wahlweise Suppe, Schnitzel oder Gulasch sowie süßer Nachtisch bei Pilsener Bier. Abendessen in Decin, Restaurant Slavia, nach 50,1 Ruderkilometern. Alles auf die Kass`, machte die Bestellungen leicht. Während der Fahrt, mitten im Fluss bei hoher Strömung, war Hartmut Kosche gefordert und hat im Päckchen fahrend, eine sich lösende Dolle mit Schraubenschlüssel und Engländer wieder befestigt. Die Tagestour muss anstrengend gewesen sein, denn beim Schlummertrunk wurde am Abend, in der Hotelbar, niemand gesichtet.


Freitag den 31.05. Wie immer Frühstück um 7 Uhr. Auch Rentner können sich an das Frühaufstehen gewöhnen. Reichhaltiges Frühstück ist schon Routine oder Gewohnheit. Trotz sicherer Lagerung der Boote am Vorabend, liegen die Boote wieder mit dem Heck im Wasser. Die Pritsche ist wegen steigendem Wasser nicht mehr zugänglich. Also Schuhe aus und Hose hoch. Ein Obmann war durch die Strömung derart fasziniert , dass er das Steuer als Spende zurücklassen wollte. Passage der Deutsch/Tschechischen Grenze, vorbei an Bad Schandau und der Festung Königstein bis Rathen. Hier Kleiderwechsel im Bus. Achtzehn durchschwitzte, männliche Ruderer tauschen ihre durchnässte Kleidung gegen den Ausgehanzug für die Dresdner Frauenkirche. Halbnackte Männer standen nicht zur Schau, denn die Scheiben des Busses waren sofort beschlagen. Die Duftmarke soll aber heute noch für feine Nasen in Rathen auf backbord spürbar sein. Wegen steigendem Pegel war die Gierfähre von Rathen nicht mehr in Betrieb und wir setzten für 0,80 € mit Motorkraft über.

Nach dem Studium der Hochwassermarken ging es dann weiter nach Dresden mit dem Personendampfer, vormals Weltkulturerbe. In der Kajüte der „Stadt Wehlen“ nahmen wir unsere Hauptmalzeit für diesen Tag ein und passierten auf steuerbord, bei strahlender Sonne, Schloss Pillnitz. Die Sonne blieb uns bis zum späten Abend treu, und der Tag endete mit einer Präsentation der Frauenkirche bei Orgelmusik. Im Hotel konnte wer wollte noch die zweite Halbzeit des DFB Pokals miterleben.


Am 01.06. gingen bei strömendem Regen von Rathen nur noch 3 Boote aufs Wasser. In Dresden erwarteten die Ruderer heiße Würstchen und heißer Kaffee auf Toast serviert von unserem Fahrer Tom. Gerudert wurde ohne Pause bis zum D.R.C.1902 wo die Boote erwartet und auf den Hänger verladen wurden. Auf dem Rückweg zum Hotel besichtigten wir Schloss Pillnitz in einer Kurzvisite und die Weinbergkirche. Verschönt mit Orgelmusik und anschließender Weinprobe. Manche Kameraden entpuppten sich als geübter Flaschenöffner, motiviert durch Kälte und Nässe.


02.06.: Führung durch Dresden im trockenen Bus. Auf eine Führung zu Fuß wurde wegen der Witterung verzichtet Das klassische Dresden sowie die Neustadt wurden uns charmant von einer ehemaligen Bonnerin vermittelt. Wer wollte, konnte auf die Spitze der Frauenkirche steigen. Anschließend war die Möglichkeit der Teilnahme an einem Gottesdienst gegeben. Für die zahlreichen Museen gab es auch Interessenten. Jürgen und Volker holten den Hänger mit den Booten und das Hochwasser nahm seinen Lauf. Die Schifffahrt war bereits eingestellt.
Um 13 Uhr waren alle wieder da und ab ging es nach Hause mit stop und go und üblichen Pinkelpausen für die alten Herren, kaschiert als Pausen für den Fahrer.

Um 22 Uhr hatten alle Ehefrauen Ihre Männer wieder in Ihrer Obhut und die Altherrentour war zu Ende. J.W. hatte zuvor dem umsichtigen Organisator Jochen für die viele Arbeit gedankt und ein Büchlein über Dresden und die Weinbergkirche überreicht.

Bleibt abschließend zu klären, wer organisiert die einunddreißigste AH Tour? Immer nach dem Motto: Oben Klar und unten dicht, mehr wollen wir nicht.

Teilnehmer: Verantwortlicher Leiter und Tourchef : Joachim Rauwolf
Sponsor für Zugmaschine: Christine Kloos
Obleute: Walter Schmitt sowie Schleusenspringer, Walter Rhode, Joachim Wolter, Wolfgang Geiß. Ruderer: J.W. Gaddum, Peter Thomas, Raimund Bielefeld, Walter Messerschmidt, Günter Ballmann, H.G. Jungblut, Volker Schullenberg, Günter Steinbrecher, Rudi Rosbach, Dieter Kirschner, Karlheinz Müller, Hartmut Kosche, Franklin Fleischhauer, Jürgen Kloos.



Walter Messerschmidt



Zum Fotoalbum:


Fotos
von Walter Messerschmidt, Rudi Rosbach, Jürgen Kloos und Peter Thomas
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