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Rheinmarathon 2013
Siegreiche Kombination Köln-Neuwied



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Bilduntertitel.

 

Düsseldorf, 05. Oktober 2013


Nach Genf steht wie immer der Rheinmarathon vor der Tür. Daher hieß es für uns, sich möglichst schnell zu regenerieren. Wir konnten es uns aber trotzdem nicht nehmen lassen, donnerstags noch eine kleine Trainingsfahrt von Boppard nach Neuwied einzulegen, um noch mal alles einzustellen und zu testen. Danach wurde die London verladen, nach Leverkusen vorgebracht und für den Samstag fertig gemacht. Dort konnte die Konkurrenz, die gerade eine kleine Trainingsfahrt absolviert hatte, schon mal in Augenschein genommen werden.

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Eurega Rekordhalter, Weltrekordgewinner in der Ergomarathondistanz Jonischkeit / Jonischkeit zusammen mit den Rekordhaltern bei der Tour Du Lac Matthias Auer / Gero Mimberg / Henning Osthoff in einem Boot => Unschlagbar? Mit Biss im Anflug auf die Zielgerade und verm. dem Bewusstsein, dass Sie von ein paar Kölnern und Neuwiedern geschlagen wurden.
(Bild: MeinRuderBild.de)
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Mit Dauervollast bis zur Zielgeraden.
(Bild: MeinRuderBild.de)
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Die Freudensprünge der "London".
(Bild: MeinRuderBild.de)
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So sieht Freude aus.
(Bild: MeinRuderBild.de)

 

Wie auch letztes Jahr war am Freitagabend wieder gemeinsames Nudelessen bei Watz angesagt, was uns hoffentlich genügend Kraft bringen würde, um uns nicht zu alt aussehen zu lassen gegen die Jonischkeit/Auer-Konkurrenz. Dank der Regattaleitung, die das 5er Rennen auf neun Uhr verlegt hatte, anstatt im späten Mittelfeld, gab es für uns viel zu wenig Schlaf und wir durften im Regen warten bis die Startnummer 007 aufgerufen wurde. Die Nervosität stieg an. Am Steg traf man dann auf die scheinbar unschlagbare Konkurrenz mit der Startnummer 006. Dort wurde noch ein bisschen herumgescherzt, hatten wir es uns zuvor in Genf doch nicht nehmen lassen, Matthias Auer nach dem Mittagessen zur Verabschiedung hinterher zu rufen, dass wir beim Rheinmarathon im Ziel auf sie warten würden. Matthias hatte dies wohl wie in Genf versprochen weitergegeben und Thorsten Jonischkeit konnte darüber nur lächeln. Warum auch nicht, Jonischkeits hatten uns Anfang des Jahres bei der Eurega geschlagen und Matthias erst eine Woche zuvor in Genf. Egal, wir gingen aufs Wasser und fuhren uns noch etwas warm. Wie auch schon bei der Eurega legte sich Thorsten hinter uns, um hinter uns zu starten und uns dann direkt nach dem Start zu kassieren, um so unsere Motivation zu senken.

Wir starteten trotzdem und versuchten, das Boot so schnell wie möglich zum Laufen zu bekommen. Das gelang uns überraschenderweise recht schnell, trotz der hohen Schlagzahl. Doch Matthias und Co. kamen dennoch näher an uns heran, wenn auch noch lange nicht so überragend schnell wie bei der Eurega. Doch nach weniger als 10 km stagnierte die Aufholjagd der Startnummer 006 und sie kamen nicht mehr näher heran. Bei glattem Wasser und sehr wenig Schifffahrt ging es so weiter und wir bauten sogar wieder ein wenig mehr Abstand zu ihnen auf. Das Boot lief sehr gut, wodurch die Schlagzahl von 28-29 kaum auffiel. Bei Dormagen kamen letztendlich doch ein paar Wellen, wodurch wir die Stärke der London ausspielen konnten. Aber die Konkurrenz ließ sich nicht abschütteln und kam sogar zeitweise wieder ein bisschen heran.

 

Im zweiten Streckenabschnitt traf man endlich auf Ruderboote, die man überholen konnte, was noch einmal Motivation gab. Ob es daran lag oder ob wir auf einmal doch in guten Bedingungen rudern können, wissen wir nicht, aber das Boot lief jetzt noch besser. So gut, dass man solch ein Rudergefühl bis jetzt selten erleben durfte, obwohl man schon den ein oder anderen Kilometer in seinem Leben auf dem Wasser unterwegs war. Es machte sich bemerkbar, Matthias und Co. wurden immer kleiner am Horizont. Die ersten Gedanken an den Sieg kamen auf. Aber wir ruderten trotzdem konzentriert weiter, da man bei dieser Mannschaft immer mit einem Konter rechnen musste. Kilometer für Kilometer verstrich und die London kam dem Ziel immer näher. Wie beim Rheinmarathon üblich, kamen am Ende doch noch einige Schiffe, die Wellen warfen. Die Freude war groß darüber. Nicht, weil wir so viel Spaß haben beim spitzen Fahren von Wellen (naja, vielleicht auch deswegen). Nein, durch die Wellen wussten wir, dass die Konkurrenz keinen gefährlichen Endspurt mehr fahren kann. Kurz vor dem Ziel waren sie sogar außer Sichtweite. Aus diesem Grund befürwortete Stefan, der auf Schlag saß, einfach wie bisher weiter zu machen und keinen Endspurt nach dem altbekannten Motto "viel Kraft, wenig Technik" zu fahren. Trotzdem erhöhte sich der Schlag auf über 30 und es wurden doch noch einmal die letzten Kraftreserven ausgepackt. Aber dieses Mal mit viel Technik und viel Kraft.

 

Als wir die Ziellinie mit einer Zeit von 2:06:19 Stunden überquerten, war unser Jubelschrei über mehrere hundert Meter zu hören. Wir hatten es geschafft, die unschlagbare Kombi Jonischkeit/Auer war geschlagen. Diese kam mit einer Zeit von 2:08:21 Stunden ins Ziel. Nachdem wir unser Boot an Land hatten, sollte es natürlich ein Siegerbier geben, aber durch die frühe Startzeit waren wir schon um 11:20 Uhr in Düsseldorf. An der Biertheke sagte man uns deshalb nur: "Kein Bier vor 12!". Schade, aber den Tag konnte auch das Vergessen des Busschlüssels nicht mehr verderben. Eingeschlossen im Bus lagen unsere Duschsachen, weswegen sich Watz und Uli zurück auf den Weg nach Leverkusen aufmachten, um den Schlüssel zu holen. Ulrike Zabawa fuhr die beiden freundlicherweise zurück, während Stefan, Markus mit Freundin Susanne und Michi sich an das Aufladen der London begaben. Nach und nach trafen immer mehr Boote ein und der Platz füllte sich langsam. Als Watz und Uli zurück kamen, konnte man sich endlich Bier bestellen, was nun zur Genüge getan wurde.

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Bericht: Markus Müller (GTRVN)


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