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Von Köpenick bis Potsdam
Die 30. AH-Wanderfahrt fand in Berlin statt


 

Berlin, 19.06.- 22.06.2014


In ununterbrochener Reihenfolge begeben sich die "Alten Herren" der Neuwieder Ruder-Gesellschaft seit 30 Jahren zu Fronleichnam auf Rudertour. In diesem Jahr ging es mal wieder nach Berlin.

Tourchef Jochen Rauwolf hatte die Fahrt ausgekundschaftet und ausgearbeitet und vorab den Wasserweg und Lokalitäten inspiziert. Den Bootstransport übernahm Hermann Kohlenberg. Die Aktivitas bestand aus 14 älteren Herren, die sich auf 3 Boote verteilten. 2 Vierer und ein Dreier jeweils mit Steuermann. Heidelberg, Heddesdorf, Rückenwind. Die Boote nahmen den Landweg, die Ruderer den Luftweg. Johann Wilhelm Gaddum und Volker Schullenberg bevorzugten eine individuelle Anreise. Der eine kam aus Rom, der andere kam entschuldigt verspätet, weil er am selbigen Tag Geburtstag hatte.

In Berlin ging es zunächst im Bus von Tegel zum Reichstag auf die Kuppel, wo wir bei strahlender Sonne aus knapp 50 Meter Höhe den Rundblick auf Berlin genießen konnten. Nach einer kurzen Pause im Biergarten führte uns guide Stephan "derhauptstädter" nach Kreuzberg. Gestärkt bei der Imbiss Institution "Curry 36" begaben wir uns auf einen kleinen Rundweg.
Anschließend ging es zum Hotel Spree-Idyll nach Köpenick- Friedrichshagen an die Müggelspree. Volles Menü mit abschließender Runde vom Geburtstagskind J.W. Am nächsten Morgen wurden die Boote im benachbarten Ruderclub Ägir abgeladen und aufgeriggert und zu Wasser gelassen.

Zum Eingewöhnen standen 19 Kilometer entlang der Müggelspree auf dem Plan. Nach der Mittagspause ging es durch die Hintertür ins Herz der Hauptstadt. Über den Landwehrkanal bis zur Spree, vorbei am Spreebogen, Bolles Molkerei, Tiergarten und Schloss Bellevue.
Der Abend endete mit der Passage durch das Regierungsviertel auf einem Panoramaschiff. Die Wasserstraße ist hier für Sportboote gesperrt und wurde damit zumindest passiv durchfahren. Insgesamt 34 Tageskilometer. Rücktransport ins Hotel und anschließend Abendessen im Ruderclub Ägir.

Gefrühstückt wurde im Hotel immer morgens um sieben Uhr, nur am Sonntag kamen die Brötchen eine halbe Stunde später. Am Tag darauf ging es zunächst die Spree wieder abwärts bis zur Mündung in die Havel. Zur Mittagspause gab es bei der Landung nasse Füße gespickt mit Entenschiss zwischen den Zehen. Anschließend vorzüglichen Fisch in "Raymons" Spezialitätenrestaurant. Nach insgesamt 25 km brachte uns der Bus zum Prenzlauer Berg, wo uns eine junge Dame erwartete und uns die Geschichte dieses Berliner Stadtteils näher brachte. Geschichte persönlich erlebt, einfühlsam geschildert, Epochen vor, während und nach der Wende. Das Abendessen gab es mit langer Vorfreude im Russisch-Jüdischen Restaurant. Über Nacht lagerten die Boote beim Ruderclub Tegel. Der Schleusenwärter von Spandau war uns nicht gnädig gesonnen und wollte uns warten lassen deshalb beschlossen wir kurzfristig die Boote umzutragen, was auch recht flott gelang.

Im weiteren Verlauf hielt der Wettergott seine schützende Hand nicht mehr über uns. Es wurde regnerisch und Havel abwärts kam mit Gegenwind auch ein unangenehmer Wellengang auf. Mit dem Abendessen im Braustüberl, Stadtteil Friedrichshagen, endete der Tag nach 31 Ruderkilometern mit Fußball, Deutschland- Ghana.



Auch am letzten Tag wurde noch aktiv gerudert. Mittagsrast in Sichtweite der Glienicker Brücke. 20 Tageskilometer bevor es am Nachmittag mit dem Bus zum Flughafen Tegel ging. Wer wollte, auch frisch geduscht und mit sauberen Klamotten. Die Boote waren zuvor am Potsdamer Ruderclub verladen und gingen am folgenden Tag mit Hermann und Jochen auf die Rückreise.


Am 23.06.2014 um 19 Uhr war die Altherrentour der NRG mit dem obligatorischen Boote putzen beendet. Ein letztes Bier auf die Kass´. Die Boote waren bis auf einige wenige Schrammen unversehrt und die Mannschaften gesund am Pegelturm wieder eingetroffen. Abschließend sei die Frage erlaubt, wie viele Kilometer waren es insgesamt? Rechnerisch 110 km auf der Karte. Gefühlt und gespürt auf dem Rollsitz vor und zurück ergibt ein Plus von 66 km. Da wir auch noch Skulls hatten und beidhändig gezogen haben verdoppelt sich die Leistung auf 332 km. Oder ?



Die Teilnehmer:
Günter Ballmann, Raimund Bielefeld, Franklin Fleischhauer, Johann Wilhelm Gaddum, Wolfgang Geiß, Klaus Dieter Huth, Hans Georg Jungblut, Dieter Kirschner, Hermann Kohlenberg, Walter Messerschmidt, Ralf Mohr, Joachim Rauwolf, Walter Rhode, Volker Schullenberg, Günter Steinbrecher, Thomas Peter.



Walter Messerschmidt (alias "Walter II)



Zum Fotoalbum:


Fotos
von Walter Messerschmidt.
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