Rhein statt Saar

Da die ursprünglich für das Wochenende 7. bis 8. März 2020 geplante Wellness-Tour (Saarlouis bis Konz mit Übernachtung und Wellness in Mettlach-Orscholz) dem Hochwasser auf der Saar zum Opfer fiel, ging es kurzerhand am Samstag 7. März 2020 unter NRG-Flagge mit der „Heidelberg“ auf den Rhein.


Tatkräftig unterstützt wurden die Neuwieder Ruderer Patrik und Corinna von Gunter, Burkhard (beide WSV Düsseldorf) und Ottfried (RG Lahnstein).


Die Heidelberg sollte als Fünfer ohne gerudert werden, daraus wurde aber ein „Fünfer ohne ohne“, da das Stemmbrett für die Fußsteuerung unauffindbar war. Die vier Jungs und ihr Maskottchen ließen sich dadurch jedoch nicht abhalten. Gegen 12:45 Uhr wurde bei bestem Ruderwetter zuerst einmal stromaufwärts gerudert. Nachdem das Weißenthurmer Werth umrundet war, ging es stromabwärts bei teils kräftigem Gegenwind und dem entsprechenden Wellengang Richtung Tagesziel Bonn.
Begünstigt durch das Hochwasser konnte am Hammersteiner Werth rechts anstatt wie üblich links vorbei gerudert werden. Anschließend ging es wie im Flug vorbei an Bad Breisig, der Ahrmündung und der Insel Nonnenwerth.

In die Rhein-Zeitung haben die Ruderer es dabei zum Glück nicht geschafft, denn es wurde gekonnt an der Insel Nonnenwerth vorbei gerudert, ohne einen unfreiwilligen Zwischenstopp in der dortigen Botanik einzulegen.
Um 16 Uhr wurde nach 50 km schließlich sicher am Steg der Bonner Ruder-Gesellschaft angelegt.

Da noch ein weiteres Boot aus Neuwied unterwegs war, war auch der Rücktransport der Heidelberg gesichert.
So konnten die Ruderer den Tag bei dem ein oder anderen Kölsch ausklingen lassen und mit der Deutschen Bahn gegen 18 Uhr die Heimreise antreten.

Und weil es so schön war, ging es gleich am nächsten Tag, dieses Mal unter GTRVN-Flagge mit der „Donauwelle“ erneut Richtung Bonn. Der Muskelkater wollte eben unbedingt an die frische Luft.


Ottfried ließ es sich auch am Sonntag nicht nehmen, die beiden Neuwieder Ruderer zu begleiten. So ging es also im Dreier ohne um 11:30 Uhr los. Die „Zusatzrunde“ wurde dabei ersatzlos gestrichen, um Kräfte zu sparen.


Wieder war den Ruderern der Wettergott holt. Der Gegenwind vom Vortag wurde größtenteils zum Schiebewind. Kommandos wie „Ruder halt“ und „Wellen annehmen“ kamen nicht zum Einsatz. Stattdessen wurden die Wellen mitgenommen, wo auch immer es ging. Und da die Sonne lachte, war auch die nasse Kleidung nur halb so schlimm und der Spaßfaktor umso größer.


2:45 Stunden und 45 km später erreichten die Ruderer das Ziel, den Steg der Bonner Ruder-Gesellschaft. Dieses Mal war es Patrik`s Vater, der den Bootstransfer übernahm und sowohl Boot als auch Ruderer gegen 17 Uhr wohlbehalten in Neuwied ablieferte. Die wohl verdienten Kölsch gab es dabei aus der Flasche während der Rückfahrt.

Ein insgesamt gelungenes Wochenende. Vielen Dank dafür an den Fahrtenleiter Patrik.

Corinna Schneider

Mit der „Wied“ auf der Wied

Hervorgehoben

Auf Tour mit der „neuen“ alten Wied.
Das Werkstatt Team hat mal wieder ganze Arbeit geleistet und mit viel Liebe und Hingabe unseren Zweier mit Steuermann (auch als Dreier ohne zu fahren) „Wied“ restauriert.
Am Sonntag, 01.03.20 wurde sie dann für eine Probefahrt zu Wasser gelassen. Und wo auch sonst ist eine Probefahrt besser geeignet, als auf der Wied.
Dank eines leichten Hochwasser konnte die Wied auch ein ganzes Stück gerudert werden. Das Boot ist gut in Schuss. Ein paar kleine Verbesserungsvorschläge nahm der Bootswart gerne auf.
Ich hoffe, dass Die „Wied“ jetzt auch wieder öfter gefahren wird. Gerne auch auf dem Rhein oder auf anderen Flüssen.
Großen Dank an unser Werkstatt-Team

Rolf Petry

So viele Erlebnisse – damit könnte man mehrere Leben füllen

Rolf Petry verstarb am 13. November 2019 im Alter von 95 Jahren. Er verbrachte sein ganzes Leben hier in Neuwied, dieser Stadt am Rhein, die er sehr liebte. Mit ihm verliert die Deichstadt einen großartigen, einen besonderen Menschen, der mit seinem Engagement, seinen Projekten, seinem Fleiß und seinem Humor das gesellschaftliche Leben in Neuwied bis heute stark geprägt hat. Als Zahnarzt Petry kannte ihn die ganze Stadt. Seine Praxis im Raiffeisenring übergab er 1998 mit 74 Jahren an seinen Nachfolger. Ein ereignisreiches Leben mit vielen Erfahrungen und Erlebnissen ist mit ihm zu Ende gegangen. Der Baum der Erinnerungen ist noch voller Leben und er lebt in den Herzen der Menschen, die ihn kannten, weiter.

Mit seiner Frau Brigitte Petry war er seit 1956 bis zu ihrem Tod am 10. August 2015 verheiratet. Sie hatten gemeinsam drei Kinder, Martina, Mathias und Michael Petry. Er pflegte viele Freizeitaktivitäten wie Rudern, Segel- und Motorfliegen und vieles mehr. Aber die Familie war sein Ruhepol und der Mittelpunkt seines Lebens. Er pflegte immer auch gesellschaftliche Kontakte und war Mitglied in vielen Neuwieder Sport- und Gesellschaftsvereinen. Vor allem war Rolf Petry jedoch ein Freund und integrer Mensch, dem man fasziniert zuhören konnte, der begeisterte und der immer wieder auch junge Menschen ansprach.

Sein Tatendrang, sein Ideenreichtum, sein großer Familiensinn, aber auch seine Weisheit werden fehlen. Er hatte ein reich erfülltes Leben mit der Stadt Neuwied im Mittelpunkt.

Rolf im Ruderboot in der Schleuse

Kindheit und Jugend

Geboren wurde Rolf Petry am 7. August 1924 in Neuwied. Rolf – schon früh handwerklich sehr aktiv, hatte immer etwas zu basteln in den geschickten Händen. Fliegen wurde zu einem Teil seines Lebens, ebenso der Wassersport und hier insbesondere das Rudern.

Der Krieg

Mit gerade 18 Jahren wurde Rolf Petry im Dezember 1942 eingezogen. Mit ihm waren damit alle Angehörigen der Familie im Krieg. Der Vater Christian, der ältere Bruder Dietrich und sogar die jüngere Schwester Ruth, alle waren eingezogen. Die Ehefrau und Mutter Frieda Petry blieb in dieser Zeit allein im Haus in der Wirtgenstraße. Sie schrieb täglich mehrere Briefe, um mit der Familie in Kontakt zu bleiben und alles zusammen zu halten. Ihre Sorge um die Gesundheit brachte die resolute und mutige Frau dazu, sogar die Tochter Ruth vorzeitig aus einer Flakstellung nach Hause zurück zu holen, gegen den Willen des dortigen Kommandanten. Der Krieg verschlug Rolf nach Frankreich, Russland und Italien. Er verlor in den Kriegswirren seine Kompanie, fand aber dennoch immer wieder zu ihr zurück. Rolf schrieb viele Details seines ereignisreichen Lebens auf, so auch über diese Zeit. Bei allem erfahrenen Leid ging der junge Mann jedoch aus dieser Katastrophe gestärkt hervor und kam zwei Jahre später, als letztes Mitglied der Familie, aus den USA wieder nach Hause zurück.

Alles was fliegt, interessierte ihn

Rolf verband sein handwerkliches Geschick mit der Begeisterung für das Fliegen. Nach der Schule baute er sich in der heimischen Werkstatt Modellflugzeuge. Seine Luftflotte bestand aus fast zwanzig flugfähigen Segelflugmodellen einer Spannweite von bis zu 1,60 m. Er lernte mit 15 Jahren das Segelfliegen im örtlichen Luftsportverein auf dem Plaidter Hummerich. Aus diesen ersten Versuchen Ende der 30er Jahre entwickelte sich nach dem Krieg ab 1957, dann als Mitglied des Luftsportvereins Neuwied, eine tiefe Leidenschaft für den Luftsport. Das Verlangen, sich den Himmel zu seiner zweiten Heimat zu machen, konnte Rolf nun endlich umsetzen. Und wie schon so oft vorher, fasste er auch dieses Projekt mit der ihm eigenen Perfektion an. Er hatte die Vision, zu den Besten zu gehören. Seinen Ehrgeiz krönte er unter anderem mit dem internationalen Segelflugleistungsabzeichen in Gold mit drei Diamanten. Die dazugehörigen Exkursionen führten ihn in das benachbarte Ausland, nach Fayence, in die Steiermark und viele andere interessante Segelfluggebiete in den Alpen.

Mit Rolf als dem Vorsitzenden des Luftsportvereins Neuwied wurde der „Sonderlandeplatz Dierdorf-Wienau“ gebaut. Das Projekt war umfangreich und komplex. Es mussten Planfeststellungs-Verfahren eingeleitet, Zuschussanträge gestellt, Baumaschinen besorgt werden und noch vieles mehr. Die Fertigstellung des Flugplatzes in Wienau war eine große Gemeinschaftsleistung mit vielen Beteiligten und mit unermüdlichem Einsatz. Der Antreiber und geschickte Verhandler, beispielsweise auch für die Fördermittel aus den Geldtöpfen des Landes, war Rolf Petry. Auch der Motorflug begeisterte ihn ab 1972 und führte ihn zusammen mit seiner lieben Frau Brigitte rund um die Welt. Dieser Sport war etwas für beide. Sie nahmen an vielen Motorflug-Reisen mit Privatmaschinen teil. Die Reisen führten sie nach Russland, mehrfach in die USA, nach Ägypten, nach Israel, nach Südafrika und auch beispielsweise mit der ganzen Familie auf die Bahamas.

Rolfs hohes Verantwortungsgefühl für die Sicherheit zeigte sich in diesem Sport in besonderer Weise. Gut voraus geplant trat er gemeinsam mit seinem Freund seine letzte Rundreise als aktiver Pilot an. Der Iberienflug in einer Privatmaschine führte die beiden von Deutschland nach Frankreich, Österreich, Italien und wurde im Mai 1988 in Wienau abgeschlossen. Danach gab Rolf seine Fluglizenz zurück und beendete nach rund 30 Jahren seine aktive Flugzeit.

Viele Ehrungen wurden ihm als Aktiver des Luftsports zuteil. Dazu gehört beispielsweise auch die silberne Daidalos Medaille des Deutschen Aero Clubs für herausragende Leistungen in der Luftfahrt und dem Luftsport auf nationaler und internationaler Ebene, aber auch die Ehrenmitgliedschaft des Luftsportvereins Neuwied.

Rolf am Steuer

Rudern, ein anderer Teil seines Lebens

Rolf hat in den mehr als 60 Jahren als Aktiver der Neuwieder Ruder-Gesellschaft sämtliche ruderbaren Gewässer in Deutschland und dem nahen Ausland kennengelernt. Er bekleidete verschiedene Ehrenämter und war von 1981  bis 1990 Vorsitzender der NRG.  Die Ruderkarriere begann von 1951 – 1954 als Regattaruderer in der Leichtgewichtsklasse. Rolf veranstaltete unzählige Wanderfahrten auf den heimischen Gewässern und nahm an sehr vielen Fahrten teil. Die meisten Gewässer kannte er wie seine Westentasche. Die Ruhe und Gelassenheit, mit der er im Boot agierte, war großartig. Rolf konnte die Flüsse, die Strömungen lesen und vorausschauend wissen, was als nächstes passieren würde. Mit ihm im Boot fühlten sich die Mitruderer immer vollkommen sicher. Ob beim samstäglichen Frühstücksrudern, das er aus der Taufe gehoben hatte, beim „Mittwochsrudern“ nach Bad Honnef oder den Wanderfahrten auf deutschen Flüssen, er war stets gut vorbereitet. Auf längeren Fahrten hatte er immer auch sein Notgepäck mit den wichtigsten Werkzeugen, einschließlich einer Ersatz-Heckschraube für alle Fälle, dabei. Jeder Rudersportler, der jemals mit ihm im Boot saß, spürte das tiefe Wissen und die große Erfahrung. Rolf wurde zwei Mal der Äquatorpreis des Deutschen Ruderverbandes verliehen, was einer Ruderleistung von jeweils über 40.000 km entsprach.

Für das große Engagement im Verein, zusammen mit der Rudererfahrung, dem Einsatz für Neumitglieder und der Ausbildung wurde Rolf nicht nur als Ehrenmitglied in der NRG ausgezeichnet, sondern er wurde auch Mitglied des Ältestenrates des Vereins.

Die letzten Jahre

Mit über 90 Jahren saß Rolf noch regelmäßig im Ruderboot, auch wenn es ihm gelegentlich schwer fiel zu gehen – einen Gehstock zur Unterstützung akzeptierte er selbstverständlich nicht. Rolf und Brigitte versorgten sich selbst. Das gealterte Ehepaar war sehr innig miteinander und die beiden ergänzten sich wunderbar. Seine geliebte Ehefrau verstarb leider im Sommer 2015.

Trotz der tiefen Trauer im Herzen über den Tod, brachte Rolf Petry erneut die Lebensenergie auf und nahm sein Leben als Witwer in die Hand. Er beteiligte sich weiterhin am gesellschaftlichen Leben der Stadt, ging regelmäßig in den Gottesdienst, besuchte Ausstellungen im Röntgenmuseum, ging zu den Abenden der Casinogesellschaft, der Ehrengarde oder dem Leseverein, nahm weiterhin an Wanderfahren teil oder traf sich mit den Ruderkameraden zu den regelmäßigen Ruderterminen. Seine Kinder unterstützen Rolf weiterhin wie vormals zu den Lebzeiten seiner Gattin nach Kräften, obwohl die drei M´s von weither anreisten. Die Dankbarkeit des Witwers, wie zuvor schon des älter gewordenen Paares, war ihnen gewiss.

Im Februar 2016 ereilte Rolf Petry ein weiterer Schicksalsschlag, gegen den er noch immer alle ihm zur Verfügung stehende Energie aufwendete. Er erlitt einen Schlaganfall mit halbseitiger Lähmung. In dessen Folge entschied er sich in den Josef-Ecker-Stift umzuziehen.

Demut lernte Rolf in diesen Jahren. Er, der sonst immer sehr genau wusste oder instinktiv ahnte, was zu tun war und es auch umgehend anging, um ein Ziel zu erreichen, der immer Pläne hatte und strategisch dachte, ohne Menschen zu benutzen, der exakt, schnell und höchst verlässlich Dinge auf den Weg brachte, war nun gehemmt von seinem eigenen Körper. Dabei ergab er sich nicht einfach in sein Schicksal, sondern akzeptierte, was ihm noch an Handlungsoptionen blieb.

Viele Freunde besuchten Rolf im Ecker-Stift, berichteten ihm von dem Leben in der Stadt, spielten mit ihm Skat. Auch zu den Pflegerinnen und Pflegern im Pflegeheim baute Rolf Petry – wie es immer schon seine Art war – gute Kontakte auf. Rolf war im besten Sinn ein Menschenfänger und konnte andere schnell zu Bekannten machen und persönliche Bande knüpfen. Dennoch sah man immer öfter die Traurigkeit in den sonst so wachen Augen.

Rolf wohnte im Josef Ecker Stift bis zu seinem Tod im Alter von 95 Jahren am 13. November 2019. Er schlief sanft ein. Die Erinnerung an ihn wird in den nachfolgenden Generationen weiter getragen.

J. Goeres-Petry

Raclette-Abend der Ruderer

Die Tage werden kürzer und ein abendliches Rudern ist zur Zeit nicht möglich. Die Ruderer nutzen die Zeit zum Training im Fitness- oder Kraftraum. Allerdings möchte man es sich auch mal gutgehen lassen. Und so trafen sich 10 Ruderer am Donnerstag, 14.11.19 im Clubraum, um gemeinsam einen gemütlichen Abend zu verbringen und ein leckeres Essen zu genießen. Hier war jeder mit eingebunden. Schon bei der Vorbereitung des Raclettes wurde gemeinsam geschnippelt und anschließend konnte jeder die Pfännchen nach seinem Geschmack befüllen. Bei netten Gesprächen wurde gebrutzelt und geschlemmt. Natürlich wurde am Ende auch gemeinsam aufgeräumt. Allen hat es gut gefallen und eine Wiederholung im nächsten Jahr wird es bestimmt geben.

Abrudern 2019

Neuwieder Ruderer trotzen dem Regen

Am 29.10.2019 trafen sich sieben Ruderer der Neuwieder Ruder-Gesellschaft, um die Saison mit dem traditionellen Abrudern zu beenden. Trotz Regen und einem Kälteeinbruch ging es in einem Dreier und einem Vierer von Boppard nach Neuwied. I. Bei der Lahnsteiner Rudergesellschaft gab es einen kurzen Zwischenstopp, um sich erstmal zu stärken und sich aufzuwärmen. Zwei weitere Ruderinnen stiegen trotz des schlechten Wetters noch mit ins Boot, um die Mannschaft auf der zweiten Hälfte der Rudertour nach Neuwied zu unterstützen. Nach insgesamt 40 km erreichten die mittlerweile neun Ruderer das Bootshaus am Pegelturm. Bei Kaffee und Kuchen wurde der Tag gemütlich beendet.

Johann Wilhelm Gaddum 75 Jahre in der NRG

Johann Wilhelm Gaddum wurde am 18.06.1930 in Berlin geboren und ist seit 75 Jahren Mitglied der Neuwieder Ruder-Gesellschaft. Beim Gründungsfest der NRG wurde ihm die Ehrennadel des Deutschen Ruderverbandes verliehen.

Mit seinen 89 Jahren war er auch dieses Jahr ein aktives Mitglied und Vorbild bei der sog. „Altherren Tour.“ Die Tour führte nach Lübeck, rund um die Altstadt und in die Peripherie bis zum Ratzeburger See. Der Bootstransport entfiel, weil die Lübecker-Rudergesellschaft drei Boote für ein geringes Entgelt zur Verfügung gestellt hatte.

Johann Wilhelm Gaddum ist bewundernswert. Er kann steuern, ganztags rudern und ist stilistisch einwandfrei. Eine außergewöhnliche Leistung für einen rheinland-pfälzischen Minister a.D. und Vizepräsidenten i.R. der Deutschen Bundesbank. Bewegung hält gesund, sagt die Schulmedizin; Rudern scheinbar bis ins hohe Alter.

Altherrentour der NRG

Unter der Leitung von Günther Steinbrecher und Dr. Walter Rohde trafen sich am 25.06. 2019 16 Mitglieder der Neuwieder Ruder-Gesellschaft frühmorgens am Andernacher Bahnhof und machten sich auf den Weg nach Lübeck. Die Routenplaner hatten bei der Lübecker Rudergesellschaft 3 Boote, Vierer mit Steuermann, reservieren lassen.

Die Bahn brachte uns mit einer Stunde Verspätung ans Ziel. Für „Alte Herren“ und vorwiegend Rentner kein Problem, wenn nicht die Klimaanlage bei über 30 Grad C ausgefallen wäre. Am Lübecker Bahnhof wurden wir von den Ruderkameraden Jochen Wolter und Jürgen Ambrassat empfangen, die uns freundlicherweise die Koffer abnahmen und für das Landkommando ein Auto zur Verfügung stellten. Noch am frühen Nachmittag erhielten wir die Schlüssel für das Bootshaus und die Boote wurden uns vorgestellt.

Der erste Tag in Lübeck endete mit einem Abendessen in der Traditionsgaststätte Schiffergesellschaft. Nebenbei bemerkt, rudern hält gesund. Der älteste Teilnehmer der Tour war 92 Jahre alt und hat nicht nur gesteuert, sondern auch ganztags gerudert.

Am ersten Ruder-Tag standen 34 Kilometer auf dem Elbe-Lübeck-Kanal auf dem Programm. Bemerkenswert, es war der heißeste Tag im Jahr. Alle hatten genügend Getränke an Bord, und zwei Schleusen sorgten auch für ausreichende Pausen. Dennoch brauchten einige am Abend sanfte Hilfe bei der aufrechten Körperhaltung. Beim Abendessen im Gasthof Brauberger waren die Krämpfe aber bald vergessen und die ersten Blasen wurden bewundert.

Am zweiten Tag wurden nur 26 km auf dem Wakenitz-Düker-Zuleitungskanal gerudert. Mittagessen in dem romantischen Fährhaus Rothenhusen. Wer wollte, machte einen Abstecher in den Ratzeburger See. Abendessen in der Lübecker Rudergesellschaft am Grill. Am 28.06. führte uns die Tour die Trave abwärts zum Schultruper Segelclub, wo wir bereits erwartet wurden. Der Abend endete im Restaurant Lübecker Kartoffelkeller.

Am letzten Tag ruderten wir die Trave 11 km aufwärts. Dann wurden die Boote mit Wasser und Seife gereinigt und die Schlüssel abgegeben. Anschließend traf man sich in einem romantischen Gasthof direkt gegenüber unserem gastgebenden Ruderclub zu einem Imbiss.Am 30.06. traten wir die Rückfahrt an und trafen zur Freude unserer Frauen zeitgerecht in Andernach ein.

Walter Messerschmidt II. Schriftwart

Die NRG hat alles richtig gemacht!

Es war ein Ruderfest der besonderen Sorte, die EuropäischeRheinRegatta 2019. Die #eurega ist eine Veranstaltung des Bonner Ruder-Vereins 1882 e.V., bei der sich immer am ersten Maiwochenende Ruderinnen und Ruderer in verschiedensten Bootsklassen auf die Langstrecke von St. Goarshausen, oder auf die „kurze“ Strecke von #Neuwied nach Bonn auf den Weg machen.

Renngemeinschaft NRG/ KCfW
Gesamtsieger auf der Strecke Neuwied-Bonn
v.l.n.r.: Lukas Hesselmann, Leon Lauer, Lina Zabawa, Paul Hillenberg, Jannis Pinsdorf

In diesem Jahr hatten alle Wettervorhersagen durchgehend mindestens Regen versprochen. Am Ende gab es einen ziemlich anstrengenden Mix aus Wind, Graupel und Regen, der sich abwechselte mit lockerer Berwölkung; gelegentlich schaute auch die Sonne durch. Unter diesen Bedingungen war es für die Ruderinnen und Ruderer sehr anstrengend, aber insbesondere den Steuerleuten wurde bei eher frostigem Wetter hohe Konzentration und Durchhaltevermögen abgefordert. 

Team „NRG Mädels“
Siegerinnen in dem Rennen Juniorinnen B
v.l.n.r.: Antonia Boden, Stf. Birgit Odrosek, Magdalena Hilberth, Julia Hardt, Anika Schuth

Es war war auch ein erfolgreicher Rudertag. Nicht nur, dass auf dieser wunderschönen Strecke alle 75 Boote unversehrt ankamen und sich kein Sportler verletzte, sondern insbesondere auch für die Neuwieder Mitausrichter und die Ruderteams von der NRG. Gestartet war die #Neuwieder-RG in drei Bootsklassen und alle drei Teams haben schließlich in ihren Klassen gewonnen.

Mannschaft „NRG Riemen“
Sieger im offenen Riemenvierer
v.l.n.r.: Andreas Laser, Frederic Schüler, Stf. Martina Petry, André Gerlach, Holger Scheid
Renngemeinschaft KCfW/ GTRVN/ CRC / WfH / NRG
v.l.n.r.: Ingmar Schulz, Michael Ehrle, Markus Müller, Stf. Anne Lang, Stefan Verhoeven
2. Platz in der Gesamtwertung auf der Strecke St. Goar-Bonn

Gut gerüstet in die neue Saison

Über 40 Mitglieder der Neuwieder Ruder-Gesellschaft nahmen an der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Vereins teil. Auf dieser jährlichen Mitgliederversammlung legt der Vorstand Rechenschaft über seine Arbeit im vergangenen Jahr ab und die Jahresrechnung wird vorgestellt. Im Anschluss werden mit den Wahlen zum Vorstands- und Beirats sowie mit der Festlegung des Etats die wichtigen Weichen für das neue Geschäftsjahr gelegt.

Wie der Schatzmeister Martin Lang berichtet steht der Verein finanziell solide und netto ohne Schulden da. Die erlaubt es, in 2019 einen neues Ruderboot aus Vereinsmitteln anzuschaffen, was einstimmig beschlossen wurde.

Auf der Jahreshauptversammlung der standen der Vorstand, der Beirat und die Rechnungprüfer zur Wahl. Satzungsgemäß wurde dabei nur ein Teil neu für zwei Jahre gewählt, die anderen Posten sind turnusmäßig nächstes Jahr wieder dran. Alle Kandidaten wurden einstimmig gewählt, wobei es gute Tradition im Verein ist, dass sich die Betroffenen enthalten.