Familienwanderfahrt 2021

Hervorgehoben

Am ersten Juliwochenende war es endlich wieder soweit. Vom 02.07.-04.07.21 ging es zur Familienwanderfahrt auf die Lahn.

Am Freitag trafen sich sechs Erwachsene und zwölf Kinder in Neuwied zum Boote verladen. Dann ging es zuerst nach Limburg, wo die Boote für den nächsten Tag abgeladen wurden. Anschließend ging es weiter nach Laurenburg, wo für das komplette Wochenende die Zelte aufgeschlagen wurden. Zum Abschluss des Tages wurde gemeinsam gegrillt.

Nach dem Frühstück am Samstagmorgen machte sich der Trupp auf den Weg zum Bahnhof, um mit dem Zug nach Limburg zu fahren.

Warten auf den Zug nach Limburg

Bei herrlichem Wetter starteten wir zu unserer ersten Etappe. Es wurde fleißig gerudert, aber auch das Schwimmen in der Lahn kam nicht zu kurz.

Am Abend wurde dann im „Gasthof an der Lahn“ geschlemmt.

Nachdem es in der Nacht geregnet hatte, begann der nächste Tag wieder mit Sonnenschein. Allerdings waren die Wetteraussichten für den Tag nicht sehr gut. Trotz schnellem Zeltabbau und Autos vorfahren, fing es am Mittag an zu gewittern und heftig zu regnen. Nach einigem hin und her wurden dann beschlossen auf die letzte Etappe zu verzichten und die Wanderfahrt damit frühzeitig zu beenden.

Es war trotzdem wieder ein sehr schönes Wochenende. Erwachsene wie auch die Kinder waren mit Begeisterung dabei und fragen schon nach der nächsten Fahrt.

Gründungsfest 2021

Hervorgehoben

Die sinkenden Coronazahlen und das gute Wetter ließen es zu, dass wir unser Gründungsfest im Innenhof stattfinden lassen konnten.

Es wurde gegrillt, getrunken, gequatscht und gelacht. Alle genossen die langersehnte Geselligkeit.

Nach dem Essen ging es an die Verteilung der Fahrtenabzeichen 2019 und 2020. Kleine , wie Große freuten sich über ihre Auszeichnungen. Für 2019 erhielt Herbert Scheid den Äquatorpreis. Bei der Jugend ging der Jugendpokal 2019 an Kaja Scheid und 2020 an Mila Jung. Insgesamt freuten sich über das Fahrtenabzeichen 2019 elf Erwachsene und zwei Kinder/Jugendliche. Das Fahrtenabzeichen 2020 erhielten 15 Erwachsene und drei Kinder/Jugendliche.

Fahrtenabzeichen 2019/2020
Die erfolgreichen Jungruderer

Der restliche Abend ging dann zu später Stunde gemütlich zu Ende.

Es war wieder ein gelungenes Fest.

Danke an alle Helfer (Aufbau/Abbau/ Salatspenden)

Fronleichnamswafa 2021

Hervorgehoben

Die traditionelle Fronleichnamstour ging in diesem Jahr auf die Mosel. Da das Zelten auf Campingplätzen coronabedingt noch verboten war, wurde ein Standquatier beim Ruderclub Traben-Trarbach bezogen. Die erste Etappe startete in Neumagen Drohn. Bei herrlichem Wetter ging es nach Mülheim. Von dort ging es mit dem Auto zurück nach Traben-Trarbach. Der Abend klang mit einem gemütlichen Grillen aus.

Die zweite Etappe ging von Mülheim nach Traben Trarbach. Das Wetter meinte es diesmal nicht so gut. Die letzten Kilometer wurden bei heftigen Regenschauern gerudert, sodass alle ziemlich durchnässt in Traben Trarbach ankamen.

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Der dritte Tag begann mit schönem Wetter. Allerdings mussten erstmal die Autos geholt, bzw. vorgefahren werden. Als wir dann endlich im Boot saßen, begann es zu regnen und hörte die gesamten 24 km bis Bullay nicht mehr auf. Mit der Bahn ging es dann wiederum durchnässt zurück nach Traben Trarbach.

Eigentlich wollten wir auf der letzten Etappe nach Cochem rudern. Da die Vorhersage auch an diesem Tag nicht so vielversprechend war, verkürzten wir und beendeten die Tour in Ellenz.

Trotz des Wetters, der Fahrerei und Corona hatten alle viel Spaß und freuen sich schon auf Fronleichnam 2022

UPDATE – Stilvoll durch die Corona-Pandemie

UPDATE 16. Dezember 2020:

Insgesamt wurden 23 Masken bestellt. Vielen Dank dafür. Wir freuen uns, Euch mitteilen zu können, dass wir aufgrund unserer Nachverhandlung einen besseren Preis erzielen konnten. Statt 9,90 Euro pro Maske haben wir nun 8,90 Euro gezahlt. Unterm Strich konnten wir so 26,20 Euro „einsparen“, welche wir auf 30,00 Euro aufgerundet haben und dem Verein als Spende zukommen lassen werden.

Gerne nehmen wir natürlich auch weiterhin Betellungen entgegen!

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Die Bekämpfung der Viruspandemie verlangt uns allen einiges ab. Wir müssen uns mit vielen Einschränkungen arrangieren.

Ein Mund-Nase-Schutz ist zwar lästig, aber wirksam.

Und wenn schon eine Mund-Nase-Maske dann doch wenigstens eine mit Stil. Ein Mund-Nase-Schutz mit NRG-Embleme!

Wir (Patrik Sassin und ich) bieten Euch textile Masken, die zweilagig genäht und gut tragbar sind. Ein echter Hingucker! In zwei Größen bestellbar, für Damen und Herren, zu 10,00 Euro das Stück. Kindermasken gibt es auf Anfrage ebenfalls.

Die Damenmasken sind etwas kleiner und haben nur die NRG-Flagge, die Herrenmasken NRG-Flagge und Schriftzug.

Bei Interesse schickt uns bitte eine E-Mail mit Anzahl und Variante an cocoschneider74@gmail.com.

Annahmeschluss ist der 15. Dezember 2020. Wir freuen uns auf zahlreiche Bestellungen und hoffen sie noch vor Weihnachten ausliefern zu können.

Bis dahin. Bleibt gesund.

Corinna Schneider

Muster der Herrenmaske
Muster der Damenmaske

Absage der Glühweinwanderung

Liebe Mitglieder,

der Winter ist da, mit ihm das kalte Wetter und es liegt auch schon ein Hauch von Weihnachtsduft in der Luft. Eigentlich genau der richtige Zeitpunkt für unsere Glühweinwanderung.

Eigentlich….doch leider lässt die aktuelle Corona-Verordnung kein Treffen in diesem Rahmen zu. Daher müssen wir die für Freitag den 27. November 2020 geplante Glühweinwanderung ins nächste Jahr verschieben.

Wir wünschen Euch in dieser außergewöhnlichen Zeit gute Gesundheit und Zuversicht.

Der Vorstand

Abrudern im „Coronastyle“

Am 25. Oktober 2020 stand unser jährliches Abrudern an, mit dem wir traditionell die Rudersaison abschließen.

Doch 2020 ist ein besonderes Jahr. Durch die Corona-Pandemie stellte sich uns zunächst die Frage, ist eine solche Veranstaltung durchführbar? Sollte sie überhaupt stattfinden? Werden sich Mitglieder anmelden? Die aktuelle Allgemeinverordnung erlaubt gemeinschaftlichen Sport mit bis zu 30 Personen, womit die erste Frage beantwortet ist. In diesem Jahr konnten nur ganz wenige der alljährlichen Ruderveranstaltungen stattfinden und diese größtenteils mit erheblichen Einschränkungen. Die Geselligkeit und der Kontakt unter uns Mitgliedern war dadurch ohnehin stark eingeschränkt. Daher musste das Abrudern einfach stattfinden und somit kann die zweite Frage ebenfalls bejaht werden. Was die Zahl der Anmeldungen angeht, so waren wohl alle positiv überrascht …

Am Sonntag Morgen um 11 Uhr trafen sich 24 Personen mit Mund-Nase-Schutz ausgerüstet und den gebührenden Abstand einhaltend am Bootshaus. Schnell war klar, dass es sehr lange nicht so umtriebig am Bootshaus war. Da sich uns kurzfristig noch 3 Ruderer von nebenan angeschlossen hatten, war auch dort ein reges Treiben. Durch die im Vorfeld von Biggi, Holle und Watz getroffene Bootseinteilung, kümmerte sich die entsprechende Mannschaft auch ausschließlich um ihr Boot. Sehr diszipliniert schafften wir es, fünf Boote innerhalb kürzester Zeit abgeriggert auf den Bootsanhänger zu legen. Dieser wurde dankender Weise von Martin nach Lahnstein gebracht. Mit privaten PKWs (Danke an Herbert) machten auch wir uns auf den Weg.

Nachdem die Boote wieder von der jeweiligen Mannschaft ruderbereit gemacht waren, stand das Gruppenfoto auf dem Programm. Das war jedoch eine Herausforderung, da durch den entsprechenden Abstand die 24 Personen ohne Mund-Nase-Maske kaum auf ein Foto zu bekommen waren. Und da dieses Jahr ohnehin alles anders ist, wurde kurzer Hand eben auch ein etwas anderes Foto gemacht …

Gegen 13:00 Uhr waren unsere Boote Heidelberg, Marburg (mit zwei Kielschweinchen) Rückenwind und Lahn sowie die Old Joe auf dem Wasser. Das Wetter hätte etwas besser sein können, denn den ein oder anderen kurzen Regenschauer mussten wir über uns ergehen lassen. Das konnte die gute Laune jedoch nicht trüben. Es wurde sogar gesungen (das Klopapierlied) und viel gelacht. Wir hatte uns zudem viel zu erzählen, da wir uns teilweise seit Monaten nicht gesehen hatten. Gerudert wurde aber auch fleißig, so dass alle Boote nach 23 km auf Lahn und Rhein nach gut eineinhalb Stunden sicher in Neuwied angelegt haben.

Nachdem wir alle Boote geputzt hatten und diese wieder in den Bootshallen abgelegt waren, ging es zum Abschluss in den „Deichblick“, um bei Kaffee und Kuchen den Nachmittag gemütlich ausklingen zu lassen.

Es war trotz oder vielleicht sogar gerade wegen Corona eine sehr schöne Veranstaltung. Alle waren sehr umsichtig und haben die geforderten Maßnahmen super umgesetzt. Wir freuen uns bereits jetzt auf das Anrudern im Frühjahr 2021. Bis dahin … bleibt gesund.

Corinna

Surfen statt Rudern – oder Wellenreiten auf der Ostsee

Nachdem ich ja Anfang Juli unsanft ausgebremst wurde, war ich eine Zeit lang ruhig(gestellt). Das ist für so einen Wippelsterz wie mich natürlich die Höchststrafe. Die drei Monate Zwangspause habe ich dann auch bereits nach einem Monat selbstständig beendet.

Da bekomme ich die Möglichkeit zur Ausbildung im Riemen-Rudern und kann nicht teilnehmen?! Nein, das geht nicht. Also kurzer Hand die mahnenden Worte vom Doc ignoriert und ab zum Training. Crashkurs von Stefan „Kunzi“ Kunz und ab ins Boot. Da versucht man sich anzutrainieren, die Beine zusammenzulassen und soll jetzt plötzlich das dem Riemen abgewandte Bein abspreizen? Und Augen im Boot geht auch nicht, wenn man den „Uhublick“ anwenden soll, nämlich dabei den Kopf in Richtung Riemen drehen und beim Vorrollen erst wieder ins Boot. Aber letztlich hat es gut geklappt und vor allem Riesenspaß gemacht. Zwei weitere Male, einmal mit Peter Daberkow und einmal mit Hans-Peter Goldscheid, durften wir in der „Stadt Neuwied“ aufs Wasser. Ich hoffe sehr, dass das Riemen-Rudern als fester Bestandteil im allgemeinen Ruderbetrieb integriert und weiter ausgebaut wird.

Und dann kommt plötzlich ein Anruf ob ich ggf. Lust und Zeit hätte, die Genf-Mannschaft im Training zu steuern. Ich? Nein! Na klar, das kann ich mir doch nicht entgehen lassen. Zumal ich ja über langjährige Steuererfahrung verfüge, in Wahrheit, zwei Mal Rhein bis km 603 und ein Mal Ruhr bzw. Baldeneysee. Aber es ist ja auch „nur“ die Genf-Mannschaft. Hab die vier Jungs jedenfalls heil bis zur 599 und zurückgebracht. Krippen ansteuern übe ich noch ein wenig. Und einem Markus Müller folgen auch. Die ein oder andere Fahrkarte sollte für die Jungs jedoch kein Problem dargestellt haben, schließlich wollten sie ja trainieren und nicht über den Rhein treiben. Zudem kann es auch nicht so schlimm gewesen sein, denn ich durfte das Ganze noch einmal wiederholen und zur Krönung von Neuwied bis zum KCfW steuern. Falsch, die Krönung war, dass ich von Neuwied nach Bonn komplett und auf der Fahrt von Neuwied zum KCfW ein Teilstück mit den Jungs rudern durfte. Natürlich nicht im Regattatempo, aber dennoch zügig. Größtes Kompliment „Einsatz gehalten, ruhig auf der Rolle. Du hast nicht gestört“.

Alles eine gute Vorbereitung auf mein großes Ziel „Island“… der 23. August rückt schließlich immer näher. Am 17. August dann die niederschmetternde Nachricht, Island führt wegen steigender Corona-Fallzahlen eine Einreisequarantäne für alle Touristen ein. Bislang war Deutschland ausgenommen. Jetzt heißt es PCR-Test am Flughafen, ab ins Hotel, 5 Tage später zweiter PCR-Test. Erst wenn beide Test negativ sind, kann mit der eigentlichen Reise begonnen werden. Ziemlich blöd, bei Wechselquartieren und wenn man von 17 Tagen 13 Rudertage geplant hat. Dann die nächste Nachricht, kein Campingplatz, kein Hostel, keine Quartiere mit gemeinschaftlichen sanitären Anlagen. Und das war dann das endgültige Aus. Die Reise wurde abgesagt.

Und jetzt? Treffen wir uns einfach alternativ mit der Gruppe (größtenteils KSTler) auf Rügen zum Rudern. Ist ja schließlich fast das gleiche wie Island. Nur ohne Vulkane, Eislagunen, Fjorde, Geysiere etc.

Gesagt getan. Unser Standquartier für die Zeit vom 3. bis 7. September war das NoHotel in Dranske auf Rügen. Getroffen wurde sich gegen Mittag in Suhrendorf auf der Halbinsel Ummanz. Gruppe kennenlernen, Boote abladen, aufriggern etc.. Irgendwie sehen die Boote anders aus, wie die Boote die ich bis dahin kannte. Nicht verwunderlich, es sind Inrigger. Also See-Gig-Boote, breiter, kürzer, wellengängiger und mit kurzen Auslegern. Zum Rudern sollte ich allerdings vorerst nicht kommen, denn wir sollten unterbesetzt nach Dranske rudern und damit wir auch noch im Hellen ankommen, entschied unser Obmann Patrik, dass er und Wawa (wahnsinniger Wanderfahrer – 16 Äquatorpreise) rudern und ich steuere. Moment mal, über den Bodden auf die offene Ostsee? Nee nee nee. Doch doch doch. „Sei froh, dass wir heute noch so gute Bedingungen haben“. Na vielen Dank auch. Kein Steg zum einsetzen, Kneippkur und Fangopackung war angesagt. Irgendwann saß dann jeder auf seinem Platz und es konnte losgehen. Merkwürdiges Gefühl, wenn man die erste halbe Stunde nur eine Handbreit Wasser unter dem Kiel hat. Später in der Fahrrinne wurde es dann merklich besser. Seekarte auf dem Schoss, an den Tonnen orientieren und irgendwie ohne allzu großen Umweg Dranske finden. Doof nur, dass es irgendwann eine letzte Tonne gibt und man dann raten darf oder einfach nur gut navigieren kann, räusper. Ernsthaft, dank Google bekam ich dann den Standort, wo wir an Land gehen sollten. Beim ersten Versuch hatte ich mich zwar für die falsche Einfahrt entschieden, da man zwischen den Wellenbrechern widererwarten nicht hin- und herfahren kann. Aber im zweiten Anlauf hat es dann geklappt. Boot raus und ab in die Unterkunft.

Am nächsten Morgen dann Tourbesprechung und Bootseinteilung. Es sollte nach Kloster auf Hiddensee gehen. Hörte sich erst mal recht spannend an. Unter Windstärke 5 bis 6 konnte ich mir eh nicht viel vorstellen. Als ich die Brandung sah, bekam ich jedoch nicht nur vom Wasser sprichwörtlich kalte Füße. Half ja nix. Es war quasi ein fliegender Start. Ins Boot springen, anschieben lassen, los rudern. Nicht fragen, machen. Einstellen können wir später noch. Nein, ich war überhaupt nicht überfordert. Ich habe nur einen Krebs nach dem anderen gefangen, was bei dem Wellengang nicht wirklich lustig war. Obmann Patrik und an dem Tag auch Steuermann fragte mich, ob es überhaupt Sinn machen würde oder ob wir nicht lieber wieder an Land sollten. Ich war sowohl der Verzweiflung als auch den Tränen nahe. Es konnte doch nicht sein, dass ich das Rudern verlernt hatte. Zumindest auf Backbord, auf Steuerbord ging es einwandfrei. Da drehte sich Jochen rum und sagte „Doch, es hat Sinn, die Dolle ist bloß falsch herum“. An Peinlichkeit eigentlich nicht zu überbieten, aber vor lauter Aufregung bzw. im Eifer des Gefechts hatte ich meinen Ruderplatz nicht noch mal kontrolliert. Bei Windstärke 6 und meterhohen Wellen, kann man dann auch in aller Ruhe die Dolle aufdrehen, Skull raus, Dolle drehen, Skull wieder einsetzen, Dolle zudrehen. Das Boot hat zwar keinerlei Ruderwirkung und treibt wie ne Nußschale rum, aber was soll‘s. Endergebnis, ich kann doch noch rudern. Dank Patrik und seiner Erfahrung kamen wir dann auch tatsächlich in Kloster an. Bloß wo waren die anderen? Kurz drauf die Nachricht, sie haben es nicht geschafft, sind an der ersten Tonne bereits umgekehrt. Und das Novizenboot (zwei Anfänger, zwei alte Hasen) sollte es als einziges von drei Booten geschafft haben? Unmöglich! War aber so. Da wir ziemlich viel Wasser übernommen hatten und völlig durchnässt waren, wurde sich ausgezogen so weit möglich und die Klamotten in die Sonne gehängt. Zur Belohnung gab es dann ein Fischbrötchen und ein Radler beim „Räucherfisch Willi“. Und da ja auch ein wenig Kultur sein muss, haben wir einen Spaziergang zum Leuchtturm unternommen und uns noch einen Cappuccino und ein Stück Sanddornkäsekuchen gegönnt. Nachdem wir genug Kräfte für den Rückweg gesammelt hatten, ging es zurück nach Dranske. Klamotten trocknen hätten wir uns allerdings sparen können. Wir kamen wieder genauso nass an, dieses Mal jedoch auf der Ostseite im Bodden. Wir wurden mit „Da kommen die Helden ja endlich“ zum Abendessen begrüßt und ich muss sagen, ich war ja schon ein wenig stolz.

Am nächsten Tag wurde entschieden nicht wieder auf die Ostsee zu fahren, sondern im Bodden zu bleiben. Die Verhältnisse hatten sich noch etwas verschlechtert und es würde ohnehin schwierig genug, überhaupt zu rudern. Als Ziel wurde Breege ausgemacht. Gleiches Boot, gleiche Mannschaft. Dieses Mal steuerte Jochen. Zwischenzeitlich fühlte ich mich weniger wie auf Ruderplatz eins, eher im Hauptwaschgang mit Vorwäsche. Er hat keine Welle ausgelassen und mich ordentlich mit Ostseewasser bedacht. Aber alles halb so schlimm. Es waren immerhin 13 Grad. In Island wäre es kälter gewesen. In Breege angekommen und leicht illegal an einem Privatsteg angelegt (verbotener Weise über einen Zaun klettern inklusive), Klamotten aus, Fischbrötchen essen, Klamotten an und zurück. Nix ausruhen, Kräfte sammeln. Die Verhältnisse sollten sich nochmals verschlechtern, so dass Eile geboten war. „Du steuerst!“ Na bravo. Wir sollten uns am Schilf entlanghangeln und möglichst den Windschutz vom Land suchen. Leichter gesagt als getan, wenn man so gut wie kein Wasser unterm Kiel hat und die zweite Bucht einem Mienenfeld gleicht. Ein Stein neben dem anderen. Zum Glück haben Kormorane die meisten kritischen Stellen markiert. Unterm Strich half es nicht viel, ich musste weiter raussteuern Richtung Fahrrinne. Stärkerer Wind, heißt mehr bzw. höhere Wellen. Und wenn man dann keine Ahnung hat, was man da eigentlich macht… aber was hat Biggi Korch gesagt „Du fährst doch Motorrad, Wellen muss man im Arsch haben“. Und das habe ich augenscheinlich. Wir haben deutlich weniger Wasser bei schlechteren Bedingungen übernommen und ich bin regelrecht hoch und wieder runtergesurft. Nur irgendwie hat man mir den Spaß, den ich dabei hatte nicht wirklich angesehen, denn Patrik meinte, ich solle mal Lachen und nicht so angestrengt gucken. Meine Mannschaft war jedenfalls sehr zufrieden mit mir und ich mächtig stolz.

Tag Drei – Landtag – keine Wellen, aber Wind und Wasser (Regen) satt. Die Boote 2 und 3 wollten es dann an diesem Tag nochmals nach Hiddensee wagen, was ihnen auch gelungen ist. Während wir uns Kap Arkona, Prora und Binz angesehen haben.

Am letzten Tag ging es noch mal im Ruderboot über den Bodden nach Ralswiek, wo wir mit dem Hänger abgeholt werden sollten. Und weil ich ja bereits zwei Tage zu vor meinen Surfschein erworben hatte, wurde ich erneut als Steuerfrau auserkoren. Die Bedingungen waren, sagen wir „na ja“. Es sah zuerst einmal recht ruhig aus, aber das war im wahrsten Sinne des Wortes die Ruhe vor dem Sturm. Kaum waren wir an der Zufahrt zum Jasmunder Bodden angekommen, war wieder Wellenreiten angesagt. Wenn die Wellen ja wenigstens immer gleich wären. Vor allem waren sie kaum vorhersehbar und tauchten teilweise aus dem Nichts auf. Einmal sind wir gefühlt mehrere Sekunden auf einer Welle gesurft. Ein Wahnsinns Gefühl. Man hängt echt in der Luft und ist der Wassergewalt ausgeliefert. Aber es macht unheimlich Spaß und Patrik meint, ich würde steuern, als hätte ich noch nie was anderes gemacht. Nach einem etwas ungewöhnlichen Kurs, okay kleinem Umweg, da ich eine Tonne übersehen bzw. die Karte falsch gelesen, fand ich letztlich aber doch die Einfahrt nach Ralswiek. Und einen perfekten Sandstrandabschnitt zum Anlegen. Ein letztes Mal nasse Füße, Boot raus, abriggern, Boot verladen. Schade, dass es schon vorbei war. 148 wunderschöne Kilometer. Ich habe enorm viel gelernt und bin dankbar, dass ich das alles erleben durfte.

Fahrtenleiter Stefan meinte jedenfalls, es sei die perfekte Generalprobe für Island gewesen. Schocken kann mich jetzt zumindest nicht mehr viel. Hoffen wir nur, dass die Tour im nächsten Jahr stattfinden kann.

Eins möchte ich Euch allerdings noch sagen…sollte noch einmal jemand über Wellen auf dem Rhein jammern, dem spendiere ich einen Tagestrip bei Windstärke 6 auf der Ostsee. DAS sind Wellen. Ich garantiere Euch, derjenige wird anschließen nie wieder jammern.

Corinna Schneider

Burger-Tour am 26.06.2020 und dann von Hundert auf Null

Nach der Wanderfahrt ist vor der Wanderfahrt. Die Corona-Auflagen wurden erneut gelockert. Endlich sind wieder Tagestouren mit bis zu 10 Personen möglich. So konnte auch Patrik’s alljährliche Burger-Tour von Neuwied nach Bad Honnef doch noch stattfinden.

Aber normal, also so wie immer, war es natürlich trotzdem nicht. Das dürfte Euch nach meinen bisherigen Berichten eigentlich schon im Vorfeld klar sein 😉

Zum einen konnte ich quasi hinter die Kulissen schauen, wie so eine Fahrtenplanung von Statten geht. Boote reservieren, Hänger und Vereinsbus reservieren. Teilnehmerliste erstellen, Tisch in der Burgermeisterei reservieren und Essen vorbestellen. Fahrdienst organisieren, Hänger nach Bad Honnef bringen etc.. Selbst so eine vermeintlich kurze Tages- bzw. in diesem Fall Abendtour erfordert einiges an Vorbereitung und vor allem Zeitaufwand. Hier konnte ich tatkräftig unterstützen und ich muss sagen, es macht echt Spaß, sich nicht nur einfach ins Boot zu setzen und anschließend nach einer schönen Tour wieder nach Hause zu fahren, sondern auch das ganze drum herum zu erleben.

Dass daraus noch eine besondere Burger-Tour wurde, hat etwas mit einer vollen und extrem schweren schwarzen Mülltonne zu tun. Und der Tatsache, dass man sich mit einer solchen nicht anlegen sollte, wie Patrik mittwochs vor der Burger-Tour am eigenen Leib erfahren sollte. Wenn sich ein solches Ungetüm selbständig machen will, sollte man es dies auch tun lassen, sonst endet es in der Notaufnahme. Vier offene Fingerknöchel, einmal nähen bitte und noch weitere Abschürfungen. Kein Rudern, kein Steuern möglich. Aber absagen, kam natürlich auch nicht in Frage!

Zwischenzeitlich hatten sich uns noch sechs NRGler angeschlossen, weshalb ohnehin noch mal umgeplant werden musste. So hatten wir eine Wanderfahrt in der Wanderfahrt. Einen zweiten Tisch reservieren und Essen nachträglich bestellen, war dabei natürlich ein Leichtes für mich. Dass jedoch noch sechs Personen zusätzlich nach Hause wollten, war da schon schwieriger. Bei einer reinen GTRVN-Tour hätten wir zusätzlich zu dem 9er-Bus ohnehin ein weiteres Fahrzeug oder den ÖPNV gebraucht. So kam es mir sehr recht, dass Holle sich anbot, seinen Siebensitzer zur Verfügung zu stellen.

Donnerstag abends brachten wir also Bus mit Hänger und Holle’s Auto nach Bad Honnef. Und ab da wurde es kompliziert. Patrik konnte ja nicht Rudern und nicht Steuern. Und als Fahrtenleiter mit dem Zug nachkommen…. blöd! Da kam dann Markus ins Spiel. „Ist doch kein Problem, wir kriegen den schon nach Honnef“. Gesagt getan. Die Julle also ganz normal als Doppelvierer mit Steuermann und die Rolandsbogen als Doppelvierer mit ohne Steuermann. Klingt komisch? War es auch. Markus hat die Rolandsbogen fussgesteuert und Patrik saß auf dem Steuersitz nur ohne steuern. Als Kielschwein quasi. Wobei er sich wohl eher als römischer Feldherr auf einer Sklavengaleere gefühlt haben wird, seinen Kommentaren nach zu urteilen jedenfalls. Die Zeit dazwischen überbrückte er damit, Videos unserer Ruderkünste zu drehen. Zum Glück durfte ich die Tour wenigstens noch genießen, denn natürlich wurden die Videos tags drauf analysiert und mir meine Schwächen aufgezeigt. Ganz aufdrehen, knackiger Setzen, nicht auswaschen, Rhythmus halten… Eigentlich fand ich zwar, es sah schon ganz gut aus, nur leider gibt es halt Slow-motion…. viel Arbeit kann ich dazu nur sagen….

In Bad Honnef angekommen, wurden die Boote verladen und ab ging’s eine Stunde zu früh…. Wir hatten extrem großzügig geplant oder waren einfach nur flott unterwegs, weil uns ein Gewitter im Nacken hing… In die Burgermeisterei. Das traditionelle Gruppenfoto wurde dabei ganz Corona-konform mit Mund-Nase-Maske gemacht. Aber wat mut dat mut.

Es war echt eine tolle Tour, die im nächsten Jahr ihre Fortsetzung hoffentlich wieder mit mehr Personen finden kann.

Für die Woche darauf stand die Leverkusen-Tour mit Bettina und Martin Grzembke auf dem Plan. Meine oben erwähnten Schwächen wollte ich dabei natürlich angehen. Nur leider ist es dazu nicht gekommen. Ich wurde extrem unsanft ausgebremst. Mit Schmerzen im linken Arm fuhr ich zu Ivo, meinem Arzt des Vertrauens. Nach einem Umweg über das DRK-Krankenhaus kam ich mit einem komplett gewickelten Arm wieder nach Hause. Ein Gefühl wie bei Monopoly „gehen Sie nicht über Los, begeben Sie sich direkt ins Gefängnis“. Ich hatte Ruderverbot.

Tja, nun bleibt mir nur die Hoffnung, dass ich ganz bald wieder erste Male erleben oder bereits erlerntes festigen und somit wieder Rudern kann bzw. darf.

Ihr werdet von mir lesen, so oder so….

Corinna Schneider

                               

Sommerwanderfahrt 2020 auf der Elbe

Die Sommerwanderfahrt 2020 führte 12 Ruderfreunde/innen von NRG und GTRVN der Elbe von Melnik in der Tschechoslowakei (dort fließt die Moldau in die Elbe) bis nach Meißen. Die Hinfahrt, mit 2 Booten auf dem Hänger und 700 km Strecke eine Tagesaufgabe, wurde u. a. durch einen Halt bei der Brauerei in Pilsen unterbrochen. Die Übernachtung erfolgte in einem einfachen Hotel. Das Abendessen in der sauberen Kleinstadt mit großem Marktplatz nahmen wir nahe dem Schloss Melnik ein, es war üppig („böhmische Küche“) und preiswert. Eine Maskenpflicht bestand dort zu diesem Zeitpunkt nicht (da die Regierung die geplante Verordnung wegen massiver Proteste der Bevölkerung zurückgezogen hatte), wir hatten aber als geschlossene Gruppe einen separaten Speiseraum reserviert.

Am Sonntag stand dann die erste Tagesetappe von 27 km mit 2 Schleusen bis Raudnice bei durchwachsenem Wetter (allerdings überwiegend nur starker Bewölkung statt angekündigtem Dauerregen). Die Elbe wird in der Tschechei durch 6 Großschleusen schiffbar gehalten. Die Schleusungen verliefen alle problemlos und überwiegend angenehm zügig. Die Berufsschifffahrt beschränkt sich auf der Elbe, im Gegensatz z.B. zum Rhein auf ein Minimum, da Gütertransport auf Schiene und Straße dort kostengünstiger und schneller sind. Am späten Nachmittag bezogen wir dann das Quartier für die gesamte restliche Woche im „Landhotel Dresden“.

Der Montag war dann einer der anspruchsvollen Rudertage, denn es galt, auf der Etappe von Roudnice nach Usti nad Labem 40 km zurückzulegen und 3 Schleusen zu bewältigen. Deshalb war das üppige Picknick, von Jochen mit Unterstützung von Jürgen zur Mittagsrast beim Ruderverein Litomerice aufgebaut, besonders wichtig.

Dennoch hatten alle Rudernden rechtzeitig zum Abendessen im griechischen Restaurant Athene nahe dem Ruderverein Usti wieder großen Hunger. Die Wirtin hatte, wie bei der Vorerkundung im Monat zuvor vereinbart, extra am eigentlich freien Tag der Woche ihr Restaurant geöffnet und die Tische bogen sich unter riesigen Portionen von frittierten Sardellen, überbackenem Schafskäse, Souvlaki, Gyros mit reichlich Tsaziki und üppigen Beilagen. Die Rechnung war beschämend niedrig und konnte mit Leichtigkeit aus der Fahrtenkasse beglichen werden. Die für unsere Verhältnisse normale Trinkgeldmenge von 10% wurde mit Jubel angenommen. Unser Geburtstagskind des Tages Günter bekam noch eine Flasche Likör geschenkt, welche unerwartet die gesamte Reisedauer unangetastet überstand. Allerdings sorgte die Fahrtenleitung auch täglich für die obligatorische Weinration zum sogenannten 11 Uhr Loch und auch alle Schleusenwärter erhielten, durch unseren beweglichen Walter über die Schleusenleiter angereicht, ein Weinpräsent überreicht.

Am Dienstagvormittag durchwanderten wir dann die berühmte „Edmunds Klamm“ in Hrensko. Die Schluchten sind an 2 Stellen so eng, das kein Weiterkommen zu Fuß möglich ist und auf Flöße gewechselt wird. Nach dem obligatorischen Mittagspicknickwurde am Nachmittag die Ruderstrecke Usti – Decin (28km und die letzte Schleusung) bewältigt.

Mittwochvormittag erreichten wir dann die Deutsch-Tschechische Grenze, die auf einigen Kilometern links-elbisch noch tschechisches Gebiet umfasst. Bei Kilometer 730 endet die bis dahin absteigende Kilometrierung um dann mit Kilometer 0 auf deutschem Gebiet sich fortzusetzen. Im Kurort Rathen (km 12,5) legten wir die Boote auf der linken Elbeseite in Ufernähe ab und per Fähre ging es auf die rechte Seite wo uns um 14.30 Uhr der Raddampfer „Meissen“, vorbei an Schloss Pillnitz und vielen anderen Sehenswürdigkeiten bis zum Terrassenufer in Dresden brachte.

Diese Strecke von 39 km bis zum RC Dresden bewältigten wir dann am nächsten Tag mit den Ruderbooten. Frühmorgens genossen wir aber zuvor noch den Abstieg von der Bastei (194 mtr. über der Elbe) über die berühmte Basteibrücke. Inzwischen hatte sich Bilderbuchwetter mit strahlend blauem wolkenlosem Himmel und angenehmen Temperaturen durchgesetzt und der Blick ging weit ins Elbsandsteingebirge hinüber auf die Tafelberge, Festung Königstein, bis zu den Ausläufern des Osterzgebirges. Auf der gegenüberliegenden Elbeseite sahen wir bereits unsere Boote am Ufer, die wir dann mit der Gierfähre in Rathen wieder erreichten. Unsere „Heddesdorf“ befreite sich zwar plötzlich von der Verlängerungsleine zur Überführung von Land an die Pritsche, aber glücklicherweise fließt dort die Elbe nur träge und unser Boot war rasch wieder eingefangen. Überhaupt hatten die bewährten Obleute Klaus und Peter ihre ebenfalls erfahrenen Mannschaften im Griff und so verlief die Wanderfahrt entspannt trotz potentiell gefährlicher Gierfähren auf der Elbe.

Freitagvormittag, nach 18 km – kurzer letzter Etappe, erreichten wir den Meißner Ruderclub „Neptun“. Dort wurden die Boote abgeriggert und auf dem Hänger verladen. Am Nachmittag besichtigten wir die Weinbergskirche bei Pillnitz und bei Winzer Rogge gab es eine zünftige Weinprobe mit weitem Blick übers Land elbabwärts bis Dresden und elbaufwärts ins Elbsandsteingebirge.

Der Samstag war dann ausgewiesener „Kulturtag“, ganztägig führte uns charmant und sachkundig Frau Claudia Innerhofer vormittags durch die Festung Königstein und nachmittags per Standrundfahrt durch die Dresdner Außenbezirke und das Villenviertel Blasewitz und anschließend im Stadtrundgang durch den Zwinger, über Theaterplatz, Taschenberg-palais, Hofkirche, Schloss, Stallhof und Fürstenzug vorbei am Neumarkt bis zur Frauenkirche. Dort tafelten wir „wie August der Starke“ in der historischen Schankwirtschaft um dann gestärkt um 20 Uhr durch den Kantor der Frauenkirche, Matthias Grünert, eine musikalische Zeitreise in das barocke Dresden von 1736 durch Bachs Orgelrecital auf der Silbermann-Orgel erleben zu dürften.

Früh am Sonntagnachmittag erreichten wir wieder die heimatlichen Rudervereine und mit gründlicher Bootspflege ging eine der erlebnisreichsten Wanderfahrten, die bei uns aufgrund der ausgewogenen Mischung aus rudersportlichen und kulturellen Ereignissen viele neue bleibende Eindrücke hinterließ, zu Ende.

„Fliegender Fisch“

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das neue Boot der NRG-Flotte

Seit dem 19.06.2020 besitzt die Neuwieder Ruder-Gesellschaft einen neuen getauften Zweier mit / Dreier ohne Steuermann. Das Boot ist allerdings schon eine Weile im Besitz der NRG. Als eines der letzten Boote wurde der Zweier/Dreier am 29.Februar von der Bootswerft Schellenbacher nach Neuwied überführt. Noch am selben Wochenende wurden coronabedingt die Grenzen geschlossen. Das neue Boot fand erstmal einen schönen Platz in unserer Bootshalle, denn aufgrund des „Lockdowns“ konnte es weder getauft, noch gerudert werden. Auch nach den ersten Lockerungen traute sich keiner das noch ungetaufte Boot zu rudern.

Dann endlich war es soweit. Am 19.06.2020 gab es, anstatt dem Gründungsfest, eine feierliche Bootstaufe vor dem Bootshaus. Mit genügend Abstand konnten die NRG-Mitglieder perfekt der Taufe beiwohnen.

Franklin Fleischhauer, der einen großen Anteil an der Anschaffung des neuen Bootes hatte, war Namensgeber und Taufpate. In seiner Rede erläuterte er den Namen „Fliegender Fisch“ und taufte das Boot traditionell mit Rheinwasser.

Die Jungfernfahrt trat Franklin auch direkt mit Walter Rohde und Hartmut Kosche an.

Die „Fliegender Fisch“ (alle Boote sind interessanterweise weiblich) macht Ihrem Namen alle Ehre. Bei einigen Ausfahrten, die mittlerweile stattgefunden haben, zeigten sich alle Ruderer begeistert.

Wir wünschen dem Boot „Fliegender Fisch“ allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.